Novemberrain

  • War auch Zeit, dass er sich und Wiebke endlich mal seine Liebe zu Lilli eingesteht.

    Das Kapitel hat wieder einen herrlich menschlichen Aspekt und erzählt viel über die Ängste, Hoffnungen und Sehnsüchte der Hauptpersonen.

    Übrigens auch eine gelungene Beschreibung der Umgebung (Pferde, Heuballen, gelegentliche Katzen) Das bringt Atmosphäre.


    Insgesamt wünscht sich wohl jeder eine Wiebke, die für einen da ist wenn man Halt und Ansporn braucht.


    Der Spaziergang im BA und generell in der "nicht Badesee"-Öffentlichkeit erinnert entfernt an deine Story "Rivalen", was ich aber nicht als negativ empfinde.

    Bei dem Stichwort "String" denkt der Lycrafan an Badebekleidung und der Physiker an Quantenmechanik (kleiner Spaß am Rande)


    Gerne mehr davon.

  • Es war kein Streit zwischen den beiden. Das Martin so austickte war nur das entweichen des Drucks, der sich über die langen Wochen aufgebaut hatte seit Lilli bei ihm eingezogen war.


    Druck den er sich selbst machte mit seinem Gedankenkarussel.


    Man konnte fast sagen das Martin nach der schönen Zeit Anfangs mir Cathy durch die Hölle gegangen war und nun wieder für ihn eine schöne Zeit begann und sich Panik in ihm breit machte wieder durch die Hölle gehen zu müssen.


    Diese Panik wollte Wiebke ihm zwingend nehmen. Etwas sagte ihr, das er bei Lilli entgültigt angekommen. War.



    Sie tat ihm sichtlich gut und umgekehrt war es auch für Lilli das pure Glück wie sich alles entwickelt hatte.



    "was ziehst du eigentlich zu diesem komischen Treffen an?" wollte Wiebke wissen und versuchte Martin wieder herunter zu kühlen.



    "das Rush Guard Shirt und ne Jeans warum?" brummelte Martin weiter vor sich hin.


    "bist du irre? Das kannst du doch nicht machen" gab empörte sich Wiebke.



    "die Frage stellst du so oft und die Antwort kennst du. Am besten kauf ich mir ein T-Shirt extra für dich mit der Antwort darauf damit du es ablesen kannst alte Frau. Und klar kann ich das!"



    Martin spielte darauf an, das er bereits über die magische null war und Wiebke das noch vor sich hatte. Ihm war schon klar das da mehr hinter ihrer Frage steckte als sie ihn wissen ließ.



    " warum geht ihr nicht im Partnerlook?" warf Wiebke ein.



    " damit du mich in ein noch knapperes Teil stecken kannst als den fetzen hier"



    "bei Lilli magst du das doch auch so gerne!" warf Wiebke kess ein. " ja bei Lilli is.." wollte Martin gerade erwidern als Wiebke ihm ins Wort fiel. "du gibst also zu das du das magst?"





    Zur Selben Zeit bei Lilli ...



    Lilli hatte schon ein Stück in dem neuen Programm geschafft seid Wiebke sie abgesetzt hatte zum Laden gebracht hatte und dort wartete und sie dann heimfuhr und schliesslich sich zu Martin an den Fluss. Klaro hatte Wiebke ihr auch eine Nachricht zukommen lassen wo Martin war, damit sie sich keine Gedanken machen brauchte.



    Zumindest nicht darum wo Martin sein könnte. Dennoch kreisten ihre Gedanken um Martin und den


    Überraschenden Kuss heute morgen. Sicher hatte sie


    Sie sich im Laufe der Zeit gefragt ob und wann es passieren wird. Doch so urplötzlich kam für sie wie aus heiterem Himmel.



    Mit betreten des Hauses und der Wohnung hatte sie natürlich gehofft ihn zu sehen, ihn zu streicheln, in seiner Nähe sein zu können. Die andere Seite der Medaille war bei aller Euphorie für sie nicht weniger wichtig. Wie ergeht es ihm. Natürlich war sie sich ganz sicher das sein Kopf nun gar keine Ruhe geben würde und das Wiebke bei ihm sein würde war das Geschenk des Himmels.



    Ob er es zugeben würde vor Wiebke? Vielleicht, dumm war sie auf keinen Fall und wusste Martin besser zu lesen als sie selbst. Der Vergleich hinkte etwas. Wiebke kannte ihn viel besser. Als beste Freundin ja auf jeden Fall. Lilli hatte ihn als fürsorglichen Freund kennengelernt, kennen lernen dürfen!



    Für sie die Rettung in letzter Not. Jetzt bahnte es sich an das sie ein Paar werden würden. Das war der Gedanke bei dem Lilli weiche Knie und ein Schwarm Schmetterlinge verspürte.


    Eigentlich hatte sie vor noch ein wenig mit dem Computerprogramm zu arbeiten, jedoch gab das ihre Konzentration nicht mehr her.



    Zu geballt waren ihre Gedanken an Martin. Sie landete wieder einmal in dem Forum, welches sie per Zufall bei Martin auf dem Computer gefunden hatte.


    Sie war noch gar nicht dazu gekommen, was in dem neuen Kapitel stand das Martin verfasst hatte.



    Unweigerlich fragte sie sich, woher er all diese Details nahm und mit wieviel Liebe und Hingabe er sie geschrieben hatte. Warum er sie Mondschein nannte war ihr noch nicht klar. Im Detail erzählte Martin die Geschichte um Melanie und Thomas, die sich fanden. Es ging um Liebe und Hingabe und das bedingungslose Vertrauen zueinander.


    Diese Geschichte war sehr bondagelastig und Lilli laß jedes Kapitel mit großem Herzklopfen. Sie konnte sich vieles leibhaftig vorstellen davon was in der Geschichte passierte.



    Das Martin und Cathy einen Hang hatten zu Bondage war für sie nicht neu. Wiebke hatte davon erzählt.


    Das war für sie ganz ferne Zukunftsmusik. Die Faszination für sie war das Vertrauen zwischen den Figuren untereinander und die Beschreibung eines Lycraanzuges über den kompletten Körpers inklusive des Kopfes. In der Geschichte wurde es Zentai genannt.



    Lilli hatte das extra gegoogelt und war wirklich angetan davon komplett verhüllt zu sein. Wie Martin darauf kam wusste sie nicht. Besaß er selbst einen?


    Hatte Cathy einen oder mehrere besessen?


    Auf dem Speicher wusste sie, war noch ein weiterer Dritter karton. Sie hatte Wiebke und Martin aber versprochen, dort nicht dran zu gehen alleine.



    Er hatte gemeint das darin alles andere drin war, womit er und Cathy gespielt hatten. Also auch Seile und vieles andere. Spannender war die Frage ob auch Zentais darin waren?



    Ebenso lag die Frage im Raum wie Martin es für sich selbst schaffte so kreativ zu sein um den lycra Stoff


    Und andersrum sich davor zu streuben. Die Parallele jedoch war das das Mädel Melanie in der Geschichte auch leggings und body trug genug wie Lilli selbst.


    In Cathys Fundus gab es das auch viel. Nur wusste sie das Cathy beides getrennt getragen hatte und höchst selten zusammen.



    War das ein gezielter heimlicher Wunsch von Martin? Eigendlich war die Frage zweigeteilt. Ging es nur um ihn das er es gerne tragen wollte oder nur die Frau seiner Träume oder beides zusammen ?


    Seine Blicke sprachen Bände wenn sie es trug, aber sie verdrehte ihm auch den Kopf in dem bordeaux roten Ganzanzug.






    Zurück bei Wiebke und Martin am Fluss



    „Du bist fies ! Natürlich mag ich sie! Sehr sogar !“ Antwortete Martin.

    Wiebke lachte. Nix was sie nicht schon wusste , wie immer bei ihr.

    „Na also und so knapp is dein Body doch gar nicht , meiner eigendlich auch nicht nur der Schnitt is anders“ Gab Wiebke zu bedenken


    „Ich weiß doch gar nich was sie anziehen möchte !“ antwortete Martin sehr verlegen.“Sie wird sich für dich hübsch machen.Sie wird dir gefallen worden und da kannst du nicht das schnöde Shirt anziehen.Du wilst ihr doch auch gefallen !Wenn du willst besorg ich dir was!“ Übernahm Wiebke das Kommando

  • Da warst du am Freitag ja noch richtig fleißig. Ich habe erst jetzt reingeschaut (nachdem der Wartungsmodus aufgehoben war)


    Was soll ich sagen: Sehnsüchte von allen Seiten und eine Vermittlerin dazwischen - Da du ja gerne mal "Haken" schlägst was deine Stories angeht, bleibt der weitere Verlauf nicht so vorhersehbar wie es zunächst den Eindruck macht. Ich fürchte bis alle Akteure dahin kommen wo der Leser es sich vorstellt passiert noch einiges.


    Schön eingebaut ist das Entdecken von Lycra (Im speziellen Fall der Zentai) über Forum und Internetrecherche. Auch das angeschnittene Thema Bondage in Verbindung mit Lycrakleidung finde ich interessant. Bestimmt bin ich nicht der Einzige, der sowas erregend fände. Allerdings ist es nicht einfach dabei die Grenze des Erlaubten einzuhalten.

  • „Aber ? ….“ Halbherzig versuchte Martin zu widersprechen obwohl er wusste, das wenn Wiebke ersteinmal das Zepter in der Hand hatte, dann war nicht mehr viel zu machen.Und Wiebke schwebte sehr genau vor was Martin tragen konnte. Sie musste sich nur etwas überlegen, das er es auch anziehen würde.Vielleicht konnte Lilli da helfen. „Wann warst du eigendlich zuletzt tauchen ? Wann gehst du wieder ?“

    „Drei Wochen her und morgen, wieso ?“ Martin war aus dem Takt.Mit der Frage hatte er nun ganz und gar nicht gerechnet.

    Ein bischen bewusst hatte er das Tauchen gemieden.Ihm war nicht so danach und er fand nicht den Kopf dazu hinzugehen.So drehte er es sich

    innerlich mal wieder zurecht.


    Tatsache war aber, das er weit neben sich stand.Das Tauchen war sein Ausgleich zum Alltag und er mied es deswegen weil er nicht zum nachdenken kommen wollte. Eigendlich ein riesiger Irrsinn, weil Martins Kopf seit Wochen schon nicht mehr still gestanden hatte. Unterwasser

    dauerte es meist keine 10min bis er klar bei Verstand war und die Muße fand über ein paar Dinge genauer nachzudenken,


    „Dann solltest du jetzt vielleicht mal Richtung Heimat kommen und falls du das noch nicht hast, alles zusammenpacken was du brauchst.“ war

    Wiebkes kluge Antwort. Sie ziehlte aber darauf ab, Martin davon abzubringen das sie ihn nun in der Leggins mit dem Body darüber heimwärts schicken wollte ohne das er dies realisierte bevor es zu spät war.


    Beide brachen sie auf und Martin fuhr vorweg und Wiebke war direkt hinter ihm. Sie wartete bis er eingeparkt hatte und ins Haus ging, winkte und fuhr selbst heim.


    Lilli saß inzwischen weiter daheim am Computer.Die leere Kaffeetasse stand vor ihr und bot einen trostlosen Eindruck. Hunger hatte sie auch, aber sie wollte auf Martin warten .Er würde sicher gleich kommen.Hoffte sie. Dieses Alleine sein daheim war nach dem Brand immer noch gar nicht ihr Ding und sie war froh über jede Stunde wo sie Gesellschaft hatte,.

    Natürlich war sie am liebsten in Martins Nähe. Aber auch mit Wiebke fühlte sie sich pudelwohl.

    Inzwischen hatte sie sich umgezogen und war nun in der rosa Leggings dem Blauen Body und dem Metallica T Shirt von Martin.

    Das hatte sie ganz zu Anfang hier getragen nach dem sie bei Martin untergekommen war und es waren die ersten Sachen aus dem Karton von Cathy.Ihr war danach und sie würde auch niemals vergessen was sie am ersten Tag hier bei Martin getragen hatte.Zusehr hatte es sich in im Gedächnis regelrecht eingebrannt.


    Zwischendrin hatte sie etwas Arbeit erledigt bis sie keine Lust mehr hatte und klickte sich nun durch Musikvideos durch die sie gerne hörte. während sie im Forum intensiv die Kommentare über das kommende Treffen laß.

    Klar war ihr dabei nicht engangen das Martin ihre Zusage mit herein geschrieben hatte. Es würde also ernst werden. Aber das machte ihr keine Angst.

    Sie fragte sich mehr, was Martin wohl tragen wollen würde und was er tatsäch anziehen würde.Immerhin war es ja schon schwierig das er daheim mal Lycra trug, ganz zu schweigen draussen und schon gar nicht im Badeanzug im Schwimmbad.


    Sicher taute er auf, sie wusste aber auch das er stark mit sich kämpfen würde wenn es nach draussen gehen würde.Insoweit war sie nachdenklich wie dieser Tag werden könnte als sie hörte wie ein Schlüssel in das Schloß der Wohnungstüre gesteckt wurde und jemand herein kam.


    Das konnte nur Martin sein.Wer sonst hatte einen Schlüssel.Ganz zur Not könnte es auch Wiebke sein.Immerhin besaß sie einen Schlüssel für

    den Notfall wenn mal etwas sein sollte.Ein paar Wochen hatte sie ja hier auch übernachtet kurz nach der Trennung von Cathy wie Lilli nun von Wiebke persönlich wusste.

    Lilli luckte um die Ecke und sah Martins Rücken wie er die Türe schloss.


    Dabei bemerkte sie Martins Outfit. "war Wiebke das?" kam von ihr kess.


    Von Martin kam nur ein „mhm“ , was ein grummliges Ja bedeuten sollte.

    Er tat es aber auch für sie, das war ihm bewusst. Er drehte sich um, sah in ihre leuchtenden Augen. Es blieb ihr gar keine Zeit ihn genau zu mustern , so schnell trafen sich ihre Blicke.


    Sie wäre ihm am liebsten direkt um den Hals gefallen aber etwas schüchtern aber vor Freude strahlend sah sie ihm in die Augen und ging auf ihn zu. Sie legte ihren Kopf an seine Brust drückte dich an ihn, legte ihre Hände um seine Hüfte nahm kurz ihren Kopf von der Brust sah hoch, ihre Blicke trafen sich erneut ehe zaghafter Kuss von beiden kam.


    Es bedurfte gar keiner Worte.So wohl Martin als auch Lilli waren froh sich wieder in die Arme schliessen zu können und der Kuss war das

    I-Tüpfelchen worauf sie beide hofften den ganzen Tag über .

    Viel Zeit blieben ihnen zu zweit nicht . Etwa eine Stunde noch bis Martin

    zu dem Konzert heute Abend aufbrach und auch Lilli traf sich nochmals mit Wiebke. Aber anders als geplant würde Wiebke dieses mal zu Lilli kommen.

    Martin ging recht zügig in Richtung Dusche wo er nun doch wieder aus dem Lycrabody stieg und die Leggins auszog. Ein klein wenig Wehmut war dabei, denn er dachte dabei an Lilli und ihre leuchtenden Augen.

    Sein mulmiges Gefühl war vergessen als er ihre Augen sah, ihr Lächeln ihre Freude. Nicht abstreiten konnte er vor sich selbst, das er das Gefühl so wieder gekleidet zu sein gar nicht so übel gefunden hatte.

    Der Stringbody war ein neues Gefühl , wenn er auch noch wesendlich humander war und seinen Po trotzdem noch bedeckte.

    Wie mochte es sein, wenn er so geschnitten war wie bei Wiebke und Lilli ?


    Was warme Wasser tat gut auf der verspannten Muskulatur und Martin selbst war verwundert über seinen doch sehr trockenen sachlichen Gedankengänge. .

    Was würde passieren wenn er Lilli zu liebe es nochmal anziehen würde ? Öfters anziehen ?

    Wahrscheinlich würde es ihr sehr gut gefallen, Bestimmt auch wenn er

    das freizügigere Modell einmal probieren würde. Noch blieb er da

    noch er selbst ?


    Lilli war am PC lächelnd versunken, surfte durch das Forum wieder einmal und beschloss eine weitere Geschichte weiter zu lesen.

    Sie war wesendlich länger als alle anderen und drehte sich um eine

    Turnfee deren Passion es war die Menschen glücklich zu machen.

    Und überall wo sie auftauchte, trugen alle Menschen am Ende ihren Turnanzug.


    Was würde sie drum geben, eine gute Fee bitten zu können, ihr zu helfen Martin seine Ängste zu nehmen. Das Forentreffen war nur noch ein paar wenige Nächte zu schlafen weit entfernt und sie war sich immer noch unsicher was geschehen würde. Sie wusste ja auch nix von Martins bedenken Axel gegenüber.Ob er wusste was er tragen wollte an dem Treffen war ihr auch noch ungewiss.Wohl wusste sie das Wiebke ihre Finger tatkräftig im Spiel hatte. Martin war aber ein Gefühlsgelenkter Mensch und da war nicht ausgeschlossen das etwas komplett anderes tun würde, getrieben von Angst und Furcht vor Verletztbarkeit.

  • Endlich ein Kuss - war mehr als Zeit dafür. Aber bei der Kleidung auch logisch, nachdem er von Wiebke mit leichtem Zwang dazu gebracht wurde sich seine Neigung einzugestehen.

    Bevor aber mehr zwischen Martin und Lilly passiert, wird uns der Autor die Geschehnisse bei dem anstehenden Konzert sicher nicht vorenthalten, oder?


    Klasse Fortsetzung, Danke dafür.

  • Immerhin war sie wie geflasht von Martin als er eben reinkam.Sie konnte diesen Zustand gar nicht in Worte fassen. Sie war über beide Ohren verliebt in ihn, aber das Gefühl eben als sich ihre Blicke trafen , das war kein verliebt sein oder etwas ähnliches. Es besaß eine Menge Magie,

    ein Gefühl der Wärme und des Wohlseins.


    Martin zog mit Carsten los als dieser mit dem Auto unten vorm Haus eintraf. Sie waren spät dran für ihren Plan noch in Reihe eins ein Platz zu ergattern. Mit dem Bus fuhren sie in die Stadt.


    Dabei tat es Martin sichtlich mal wieder gut wieder mit Carsten los zu ziehen. Dampf abzulassen und die Seele baumeln zu lassen.


    Ähnlich wie mit Wiebke verstanden sich Martin und Carsten blind. Typische Freundschaft zwischen zwei Kerlen. Nur Dummfug im Kopf, mit allen Wassern gewaschen, Spitze freche sarkastische Sprüche aber wenns drauf ankommt ein duo mit vier Fäusten.


    Wiebke nannte die beiden Sancho und Pancho. Wo der eine war, war der andere nicht weit. Ein weiteres dynamisches Duo im Leben von Martin.

    Ziel war ein kleiner Club in dem sie oft schon gewesen waren. Sie schafften es nicht oft dort hin, waren aber stets bekannt und quasi Stammgäste.


    Carsten hatte heute extra angerufen ob ihr Lieblings Whiskey vorrätig war. Glenfiddich trunken sie stets nur zusammen. Martin trank sonst auch noch zwei andere Marken, während Carsten auch noch Bier trank. Martin konnte mit dem Geschmack überhaupt nicht. Whiskey war seins. Nicht zum bloßen stumpfen betrinken Zu seiner Überraschung war sogar eine besondere spezielle Edition im Hause. Sie


    Hatten davon eine Flasche mal ergattern können und tranken sie in zwei warmen Sommernächten auf dem Balkon in Carstens ganz alter Wohnung.


    Es war zwei Wochen nachdem Cathy abgereist war und Martin hatte keinen Bock alleine daheim zu hocken.


    Ursprünglich war die Idee damals gewesen in ihre Stammdisco zu gehen und richtig die Fetzen auf der Tanzfläche fliegen zu lassen.


    Carsten machte aber den absoluten famfatalen Fehler und organisierte wie üblich bevor sie raus gingen Steaks. Sein Nachteil war, daß der Metzger seines Vertrauens an dem Tag Steaks aus der Schulter hatte, eingelegt in hausgemachte Kräuterbutter.


    Das kam nicht so häufig vor und Carsten nutze das gnadenlos aus, sein Konto damit zu erleichtern.


    Schließlich war damals ja auch Martin im Anmarsch und der Abend würde Grundlage brauchen um nicht nach Runde zwei die Segel streichen zu müssen.



    Aber es kam wie es kommen musste, das Essen war zu gut und die Gedankengänge der beiden zu komplex, die Geisterstunde war längst vorbei,


    Die Liegestühle zu bequem und die Faulheit hatte gesiegt.


    Martin war traurig melancholisch gelaunt aber auch gereizt. Carsten hatte am Abend vorher diese spezielle Flasche von seinem alten Herrn bekommen für die richtigen Momente. Dieser war einer und es war dem Anlass angemessen, diese Flasche zu öffnen. Die Caoran Edition war wesentlich milder und besaß eine süße Note und war im Abgang nicht ganz so scharf wie die zwölf jährige Single Malt Abfüllung.



    "hast du schon Grundstein gelegt?" räusperte sich Carsten als sie an der Haltestelle in der Nähe des Clubs ankamen.


    "Wann denn?" kam nur von Martin. "Also wie üblich erst Kurs Nord?" fragte Carsten überflüssig.


    "Reis an" war Martins Antwort.


    Kurs Nord war aus dem Bus gerade aus in die kleine Seitenstraße herein, durch bis zur nächsten Ecke dann Links, schnelle fünfzig Schritte und sie waren bei Mama Mertins. Der Imbissbude der Stadt und der Nachtvögel wie Martin und Carsten es waren. Die Bude war geführt von einer Witwe und alt eingesessen am Platz auf der Ecke. Bis morgens halb sechs gab es Pizza Pommes und Bratwurst und allem drum und dran.


    Für Carsten war es so manche Rettung gewesen nach dem ein oder anderen Versacken.


    Martin aß abwesend seine Pommes und Carsten betrachtete ihn amüsiert mit ner guten Ladung Gyros nach Art des Hauses.


    "ey Romeo, Wasn jetzt mit deiner Herzdame?" flachste Carsten herum. "Fresse Nuckel!" gab Martin zurück.


    Nuckel war Carstens Spitzname geworden aus der Laune heraus an einem Abend, wo er ständig eine Flasche Bier in der Hand gehabt hatte und ohne nicht anzutreffen war.


    Martin wusste noch nicht was er antworten sollte. Der Blick in seine Seele heute nachmittag von Wiebke hatte ihn in seinen Ansichten wieder mal belehrt, das er nicht unantastbar war für seine Freunde.


    Und eigentlich war ihm nach abschalten und ordentlich abzurocken auf dem Konzert.


    Sie betraten den Club wie üblich mit einem großen Hallo mit dem Türsteher. Sie waren längst bekannt.


    Zu oft kamen sie zwischen durch raus an die Luft zum quatschen oder tief durchatmen wenn der Dj wieder mal fünf bis sechs gute Lieder durch zog und ihnen allmählich die Puste vom Tanzen oder besser gesagt durch zappelten.


    Dirk, dem Türsteher war das ganz recht mit normalen Leuten quatschen zu können während die nicht Szene Gänger und die Alkis zur später Stunde abwies.


    Es war der Vorteil der Szene das es quasi gar keine Streitigkeiten und Auseinandersetzung gab sondern es ein fröhliches miteinander war. Selbst bei beim Alkohol blieb es stets friedlich. Sinnlose vom Dj geförderte Besäufnisse gab es nicht.


    Martin und Carsten hatten ihre Plätze eingenommen, wie immer standen sie am zentralen Mischpult. Der Ort worauf alle Boxen ausgerichtet waren und meist der Punkt wo der Klang am besten war.


    Der alte Gewölbekeller tat sein übriges dazu. Mit tosenden Applaus kam die Band auf die Bühne.

    Martin brauchte bis zum dritten Lied bis sein Kopf auf Entspannung umgeschaltet hatte und er das Konzert sichtlich genoss.

    Eine ganze Weile schon war er schon nicht mehr so relaxt gewesen. Dringend nötig war es auf alle Fälle.

    Mit einem Auge aufmerksam war er auch Beim Tonmeister und seinen vieselflinken Fingern an den Drehknöpfen.


    Mit dem anderen Auge war er oft beim Bassisten. Der konnte was und war schlichtweg eine coole Sau auf der Bühne. Mit T Shirt und 3/4 Baggy Hose bekleidet hatte er die Bühne betreten, die linke Hand in der Hosentasche und mit Daumen und drei Fingern die Pulle Bier in der rechten Hand. Typisch für ihn. Ihn juckte gar nix.

    Genauso relaxt spielte er den Bass


    Nicht nur auf der oberen Seite klassisch mit Zeigefinger und Mittelfinger. Das war bei ihm gar selten. Er war einer der wenigen Bassisten die das Plektron bevorzugten und über alle Seiten des Basses spielen konnte. Ähnlich wie bei dem Bassisten von Nightwish Marco Hietala

    Oder Tossi von ASP.Er sang aber auch die zweite Stimme oder verstärkte die Stimme des Sängers.


    Üblicher Weise war nach etwas mehr als einer Stunde die obligatorische Pause angesagt, die alle nutzen um das Porzellan aufzusuchen, die Lunge zu teeren oder die Kehle zu ölen.



    Carsten und Martin waren vor die Tür gegangen um dem Schauspiel zu zu schauen, wie hilflose Wichte halb oder ganz betrunken versuchten in das Innere des Clubs zu gelangen. Meist auf der Suche nach einer Nummer für die Nacht. Sie glaubten an ihren Erfolg, das musste man ihnen lassen!


    Ab und an hatte der Dirk, der Türsteher den Schalk im Nacken und ließ einen von den mutigen ins Innere des Kellers.Dabei dauerte es nie lange bis sie eine mögliche Beute sahen und sich daran machten bei ihr landen zu wollen.


    Weder Martin noch Carsten hatten es je erlebt, das auch nur einer eine Chance bei den Mädels bekam.

    Ihnen war es aber sehr wohl passiert das sie von diesen Menschen angesprochen wurden ob sie etwas falsch machen würden oder mit den Mädels etwas nicht stimmen würden oder sie eine andere Sprache sprechen würden.


    "also was ist nun mit dieser.. Lilli!? So heißt sie doch? Was läuft da bei euch?" fragte Carsten ganz ungeniert direkt. Martin verdrehte nur die Augen "Alter! Nicht du auch noch! Geh mir nicht aufm Sender!" tat Martin genervt. "Aso! Wiebke ist also schon aktiv!" stellte Carsten fachmännisch fest.

    "Jupp!" kam kurz von Martin wieder zurück.


    "dann halte ich besser meine Babbel" senierte Carsten weiter. Carsten und Wiebke kannten sich sehr gut und waren ebenfalls miteinander gut befreundet und tauschten regelmäßig aus wenn Martin Kummer hatte. Dieses Mal hatte Wiebke aber noch nix gesagt. Den eigentlich gab es keinen Grund für sie etwas zu sagen.


    Martin hatte sich Cathy auch allein geangelt und ebenso Lilli. Wobei es bei Lilli bislang ganz anders lief, verkrampfter, ängstlicher. Deswegen intervenierte Wiebke die ganze Zeit schon damit Martin es sich ganz so schwer machte und über sich selbst stolperte.


    Eigentlich hatte sie bei dieser Cassandra im Forum gedacht, daß Bewegung in Martins Leben hinein kam, letztlich hatte sie aber nicht den Hauch einer Chance. Wohl kam sie auch zu früh. Lilli trat scheinbar genau richtig und auf eine andere Art in sein Leben.

  • Hey, das ist ja mal wieder ein gelungener Wurf!


    Klasse, die Beschreibung des alltäglichen zwischen alten Kumpels. Das flapsige und durch jahrelange Freundschaft blinde Verstehen kann wohl jeder gut nachvollziehen.

    Auch die Detailgetreuen Beschreibungen, beispielsweise des Clubs aber vor allem der Imbissbude, von der ich fast sicher bin dass die so ähnlich auch in der Realität existiert. Alles kleine Nebensächlichkeiten, die den Haupterzählstrang aber um vieles lebendiger machen.

    Was die Konzert-Impressionen angeht kann ich nur sagen: Ja, wie aus dem Leben gegriffen.

    Da freut man sich doch auf Weiteres.

  • Schon jetzt, ohne das sie offiziell ein Paar waren, hatte Martins Leben sehr deutlich Fahrt aufgenommen.

    Es war Zeit für Teil zwei des Konzertes, alles ging wieder hinein, die steile nicht sehr breite Holztreppe hinab.Ein paar Minuten dauerte es bis alle wieder ihren Platz hatten und das Gedränge ein Ende fand.


    Schon dimmte der Techniker am Pult das Licht und der Schlagzeuger nahm auch bereits Platz ehe Bassist, erster und zweiter Gitarrist fulminant auf die Bühne stürmten oben hinter dem Schlagzeuger stand Hwadbangend der Sänger.Von den ersten Tönen an bebte der Laden und die Band spielte nonstop gleitend übergehend fünf Lieder hindereinander.


    Im ersten Lied war Martin noch in Gedanken bis ihn auch das Tanzfieber packte. Die anschließenden Titel aus dem neuen Album nach einer kurzen Story des Sängers verfolgte Martin still und in sich gekehrt. Es war seine Marotte, neue Musik, neue Titel still zu verfolgen. Er horchte in sich hinein, genau regestrierend welche Gefühle in ihm empor stiegen.


    Seine Augen fokussierten das Schlagzeug und den Bassisten. Ab und an schwang er den Blick hinüber zum Lied Gitarristen, der gekonnt seine Finger am Hals der Gitarre hatte, die Riffs durch spielte und mit der anderen in die Seiten haute. Mal zart, mal brutal hart über die ganze Länge abwechselnd auch langsam.


    Tradition der Band war ein Titel zu spielen mit dem Martin ganz viel verband. Rammsteins "ohne dich" stand für ihn für Freundschaft aber genau so wie für Einsamkeit. Für Liebe und für Hass.Laut mitsingend standen Martin und Carsten, den Arm jeweils auf der Schulter des anderen, nebeneinander. Das taten sie immer bei diesem Lied.


    Wie üblich folgte darauf der Titel "Engel". Immer am Ende des Liedes spielte die Band diesen Song. Tosender Applaus brandete auf und jeder der Band trat nach vorne, ließ sich frenetisch feiern ehe er in den Katakomben verschwand. Die zwei Freunde brachen auf den beide mussten am nächsten Morgen wieder aufstehen und obwohl sie gut eingeheitert waren auch ohne Alkohol war mit ausschlafen nichts.


    Der Nachtbus war schon ne halbe Stunde weg, die Taxizentrale durch zwei weitere Events völlig überfordert. Das nächste freie Taxi wurde ihnen erst in zwei Stunden wage zugesagt.

    Darauf hatte weder Martin Bock noch Carsten. Aber sie kannten das bereits. Beim letzten Mal an Silvester passierte ihnen das gleiche. Die hatten mächtig gebechert und über der Stadt stand dichter Nebel. Da liefen sie auch heim. Brauchten Aber drei Mal so lang wie üblicherweise. Carsten hatte sich gleich drei Zombies genehmigt und Martin fand gefallen an Red Label Mezzo Mix.


    Heute hatte der Fritten Pitter zum Glück noch auf .Fritten Pitter war der Geheimtipp für alle die in der Nacht noch Hunger bekamen. Er hatte bis morgens sieben Uhr geöffnet und nicht nur die Nachtschwärmer wussten was es hier leckeres gab, auch die Uniformierten Dienstschieber wussten sehr zu schätzen das sie hier etwas warmes bekamen. Meist waren sie eh in dieser Ecke der Stadt unterwegs und wurden hin und hier her gerufen weil

    Es turbolent zu ging.Carsten schwor auf die Currywurst und Martin war der Fan der Pommes spezial nach belgischer Art.


    So war es meist. Carsten war scharf auf das und Martin auf was anderes. Immer gefolgt von kurzen dissenden Diskussionen ehe dann bestellt und Kreuz querbeet durcheinander gefuttert wurde.Gestärkt ging es durch die Straßen heimwärts. Weit waren sie noch nicht.


    "samma tünn?" fragte Carsten. "ma?" gab Martin zurück.


    "wann bist du zuletzt gelaufen?" fragte Carsten weiter.


    Martin war in sein Handy vertieft, lächelnd eine kurze Nachricht von Lilli lesend und sah auf. Carsten stand in einem Hauseingang drückte in dem Moment wo er Martin in die Augen sehen konnte auf die Klingeln und spurrte los.


    "du blödes Arschloch!" fluchte Martin als er ebenfalls die Beine in die Hand nahm und gab keine Ruhe.


    "du hast doch einen an der Waffel du vollpfostenhonk!". Sie spurrtenten gute zwei hundert Meter weiter um die nächste Ecke ehe sie nach Luft jappsend voller Gelächter und rotem Kopf zum stehen kamen.


    "Alter! Ich bin zu alt für den scheiß!" tat Martin wehleidig.


    "denk mal dran, als der alte Schenker noch hinter uns her ist bis zum neuen Markt...." warf Carsten zurück.


    "jopp der Eisbecher war der Knaller, hab die halbe Nacht gekotzt, so hab ich mich überfressen" grinste Martin "und der Anschiss von meiner mum erst" musste Carsten ebenfalls lachen.


    Der alte Schenker war ein Nachbar von Martin und Carsten gewesen. Mittlerweile war er dem Krebs erlegen. Früher mochte er die Kinder der Nachbarschaft nicht. Sorgte immer wieder für Beschwerden bei den Eltern und Polizei.


    Und die Kinder mochten ihn erstrecht nicht. Und das ließen sie ihn durch viele Streiche wissen. Einmal, es war Herbst kamen Carsten und Martin auf die Idee ihn wieder mal wissen zu lassen welchen Rang Schenker bei ihnen besaß.


    Sie besorgten sich etwas Zahnpasta und schrieben auf die Windschutzscheibe seines Autos groß "Loser" drauf. Natürlich hatten Sie vorher ausgekundschaftet das Schenker in seinem Garten war und seine Rosen schnitt.

    In Seelenruhe kümmerte sich Carsten ums Auto und Martin war auf Position gegenüber als Wache. Danach klingelten sie und warteten sie gegenüber auf der anderen Straßenseite. Als er öffnete deuteten sie auf das Auto und fragten ihn ob er mit jemandem Streit hatte.

    Er explodierte förmlich vor Wut und rannte auf sie los. Natürlich rannten sie weg in Richtung des neuen Marktes. Der Fußgängerzone des Ortes mit vielen kleinen Geschäften, etwa tausend Meter entfernt. Schenker blieb weiter hinter ihnen. Ihr Nachteil war, Schenker war leidenschaftlicher Jogger. Ausdauer hatte er. Carsten und Martin aber auch.

    Die beiden schlugen Haken um Haken und am Schreibwarenladen hatten sie ihn abgehangen. Sie verdrücken sich auf die Rückseite der Passagen hinter das Parkhaus. Sie wussten er würde noch ein paar Minuten nach ihnen suchen.

    Hinter dem Parkhaus hatten sie Deckung aber gleichzeitig hatten sie auch alles im Blick. Lange zwanzig Minuten verstrichen eher sie den Vorwärtsgang einlegten. Die Luft am Durchgang in die Passage war freii, Auch am Glockenspiel war niemand zu sehen. Sie gingen rechts um die Kurve halb links auf die Eisdiele zu.


    Die Eisbecher in der Hand schlurften sie über die kleine Fußgängerbrücke vorbei am Jugendzentrum , an der alten Mehrzweckhalle und dem Hallenbad nebendran übers Schulgelände heimwärts .Der Konflikt mit dem alten Schenker wurde nicht besser , aber sie wurden älter und Erwachsener.


    Das hielt sie aber nicht ab, ihrem jugendlichen Charme immer wieder Ausbrüche wie diesem zu gestatten.Martin war längst wieder zu Atem gekommen und sie standen unten bei ihm vor dem Haus.

    Ein kurzer Handschlag unter dicken Kumpels und Martin gind durch die Haustüre ins Treppenhaus hinauf nach oben zu seiner Wohnung.


    Lilli schlief schon als Martin leise zur Türe herein trat. Etwas enttäuscht schaute er um die Ecke an den Computer und sah den leeren Stuhl auf dem sie immer saß.Stunden zuvor hatten sich ihre Blicke getroffen als Martin von dem Treffen mit Wiebke heim gekommen war und sie sich zum ersten Mal richtig küssten.Nun schlief sie eingerollt mit einem zufriedenen Gesicht im Bett.


    Ihm war so warm ums Herz sie so da liegen zu sehen. Entgegen zu Beginn ihres Einzuges, bei dem Martin zu Wiebkes Kopfschütteln auf der Couch schlief, hatte er sich daran gewöhnt das Lilli eng neben ihm schlief.

    Martin stand ein kleines Lächeln ins Gesicht als sein Blick auf die kleine Lücke zwischen Bettdecke und Bett fiel. Lilli trug wohl den Stringbody den Cathy bei ihren ersten gemeinsamen Ausritt getragen hatte, er hatte

    weiße und schwarze Punkte im Wechsel und dazu die neon grüne Leggings. Martin hatte Cathy damit verspottet ob warum sie nicht direkt Tarnfleck angezogen hatte, damit sie auf dem Pferd eins wurde mit der

    Natur.


    Martin hielt inne und deckte Lilli zu. Anschliessend schlich er herüber an den Computer. So viele Gedanken an die Wunden von Cathy schaffte Lilli mit ihrer Art schmerzlos erscheinen zu lassen. Im Optimalfall wendete sie die Wunden zum positiven. Er lies sich in seinen weichen Chefsessel plumpsen und sah hinüber,

    Dort an dem Platz wo sie immer saß an dem zweiten Computer, der auch zur Hälfte ihr Arbeitsplatz geworden war. Martin hing noch seinen Gedanken nach als er seinen Blick auf seinen Monitor schwenkte und nicht wusste ob er lachen oder weinen sollte als er sich ins Lycra Forum einloggte.


    In großen Lettern stand geschrieben, das das Treffen um einen Monat nach hinten geschoben werden musste. Einen ganzen Monat!! Wieso ??? Die Vernunpftentscheidung setzte sich zusammen aus dem heranziehenden Orkan, bei zu befürchten sei, das jemand da draussen am See zu Schaden kommen könnte. Na klar stand die Sicherheit immer im Vordergrund und bei dem Gedanken daran bei Orkanböen in Lycra am See zu stehen ließ ihn leicht frösteln. Und Lilli wäre bestimmt auch sehr kalt. Auf der anderen Seite der Medaille waren die letzten Tage mental sehr aufwühlend.

  • Klasse.

    Die Konzertbeschreibung ist wie aus dem Leben gegriffen. Auch was Martin dabei so durch den Kopf geht.

    Sehr anschaulich auch die Streiche in der Jugend, die die Freundschaft festigten.

    Dass auch die Frittenbude wieder auftaucht finde ich gut. Jeder erinnert sich an so eine Anlaufstelle, die über Jahre hinweg eine wiederkehrende Konstante im Leben darstellt (Und wer hat schon was gegen Belgische Fritten?)

    Ich habe das Gefühl, dass die Verschiebung wegen Orkans auf das reale Wetter der letzten Zeit zurückgeht? Gut eingebracht.