Gaia City oder auch Die Abenteuer von Mona und Peter

  • Hallo, ich wollte schon mal länger eine Lycra-Geschichte schreiben, hatte zwar schon Ideen, aber zu wenig Zeit dafür. Es ist eine eher dystopische aber romantische, lustige und auch spannende Geschichte, die in der nahen Zukunft spielt und von zwei jungen Teenagern, Mona und Peter, handelt, die ihre erste Liebe und natürlich den stretchigsten Stoff der Welt entdecken.



    Gaia City oder "Die Abenteuer von Mona und Peter" Teil 1


    Wir schreiben das Jahr 2043. Nach jahrzehntelangen Kriegen und einer globalen Umweltkatastrophe ist die Erde so gut wie unbewohnbar geworden und die verbliebenen Menschen leben abgeschottet von der Umwelt in isolierten Kuppeln, die sie vor der tödlichen Strahlung und dem Ozon schützen. Zu dieser Zeit arbeiten Wissenschaftler schon an Lösungen, die Erde wieder außerhalb der Kuppeln bewohnbar zu machen und das Ozonloch zu stopfen. Mona und Peter, die beiden Hauptcharaktere, gehen noch zur Schule und sind beide 16 Jahre alt. Im Laufe der Geschichte verlieben sich die beiden ineinander und erleben das eine oder andere Abenteuer in einer Welt, die immer bedrohlicher zu werden scheint...


    "Peter, hast du das schon gelesen? Wieder so ein neues Verbot... Allen Bewohnern von Gaia 5 ist es untersagt, vor 8 und nach 18 Uhr auf den öffentlichen Plätzen und Wegen Rollschuh zu laufen. Bürgermeister Schmitt", rief Mona völlig außer sich zu Peter, der gerade etwas nachdenklich zu dem düsteren Himmel außerhalb der Kuppel aufblickte.


    "Unmöglich, sie wollen uns wohl jeden Spaß verbieten.", antwortete Peter zu Mona. "Schau mal, was Mike ausgegraben hat. Das hat er von seinem Vater, der leider kürzlich verstorben ist, geerbt.", sagte Peter zu Mona.


    "Heh, was ist das denn?", rief Mona, die mit ihren Rollschuhen auf Peter zugerollt kam. "Es glänzt so schön, zeig mal her Peter."

    Peter gab ihr das glänzende Stück Stoff. "Fühlt sich ganz glatt und weich an. Wozu zieht man das an und wie nennt man das?", fragte Mona.


    Peter antwortete: "Das ist eine Leggings und man zog das früher wohl hauptsächlich zum Sport oder auch als normale Kleidung an."

    Mona betrachtete die Leggings näher, die rosa war und neonfarbene grüne Seitenstreifen hatte, und fasste mit der Hand von unten in das Hosenbein.


    "Und wie soll man das Teil über den Kopf ziehen?", fragte sie Peter, der darauf laut losprusten musste.

    "Das zieht man nicht über den Kopf, Dummerchen.", sagte Peter ihr.


    "Haha, reingelegt, ich weiß ich bin doch nicht blöd, Peter. Ich finde die Hose, äh ich meine Leggings nur komisch, weil der Stoff so dünn ist. Ob man da nicht drin friert?", sagte Mona.


    "Probier sie doch aus, Mona, vielleicht passt sie dir sogar. Mike hat noch ganz viele Kleidungsstücke von seinem vater, die auch alle so glänzen. Er sagt sie wären schon über 50 Jahre alt. Er will sie nicht mehr und hat mich gefragt, ob ich sie gebrauchen könnte."


    "Ach, jetzt hör aber auf Peter. Obwohl, hmm zum Sport trägt man die? Vielleicht wäre ich dann beim Rollschuh Fahren noch schneller. Weisst du was? Wir gehen zu mir nach Hause, und ich probier sie mal an.", sagte Mona leise zu Peter.

    "OK, wir gehen zu Dir. Ich gehe aber noch mal kurz bei Mike vorbei und frage ihn nach den anderen Leggings, vielleicht schenkt er mir ja noch ein paar weitere. Ich könnte so eine auch für das Rollschuhlaufen gebrauchen.", verabschiedete sich Peter zu Mona, während er pfeifend auf seinen Rollschuhen davon sauste.


    Eine halbe Stunde später war Peter bei Mona und hatte einen riesigen Stapel an glänzenden Kleidungsstücken in einer großen Tasche mitgebracht.


    "Mike hat mir fast alles mitgegeben. Sein Vater hatte eine riesige Sammlung an glänzenden Hosen und Anzügen und war ein bekanntler Sportler in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Damals und in den 80ern trugen die Menschen solche Kleidung noch ganz selbstverständlich. Aber danach und als die großen Kriege der 20er Jahre begannen, geriet es immer mehr in Vergessenheit, so dass heute eigentlich niemand mehr diese Kleidung kennt.", erklärte Peter noch etwas außer Atem zu Mona, die sich gerade im Bad die glänzende rosa Leggings angezogen hatte.


    "Tadaa! Und, wie seh ich aus Peter? Die Leggings passt mir perfekt, sie passt sich wunderbar meiner Figur an, ist zwar ziemlich eng, aber sehr dehnbar, drückt nicht und fühlt sich so glatt und sanft an. Ich fühle mich einfach super darin. So leicht, als wäre ich ein Vogel und könnte gleich davonfliegen.", sagte Mona etwas nachdenklich zu Peter während sie etwas traurig wurde.


    "Hervorragend! Toll, so stellst du bestimmt bald einen neuen Rekord auf bei den Meisterschaften.", antwortete Peter.


    "Tja, und dabei gibt es gar keine Vögel mehr, aber ich weiß wie sie aussehen, welche Stimmen sie machen und wie schnell sie fliegen können. Der Film neulich im Bio Unterricht, weisst du noch Peter. Ich wäre auch gerne so schnell wie ein Vogel und vor allem frei. Hier drin bist du nur gefangen. Und jetzt will dieser Schmitt uns auch noch das Rollschuhlaufen vermiesen. Weisst du noch, wie wir letztes Jahr zusammen nach Mitternacht die lange Rampe zum Kraftwerk runtergesaust sind? Ich wette, die Erwachsenen haben früher auch jede Menge Unsinn gemacht, und dabei sind wir ja fast schon Erwachsene.", sagte Mona zu Peter während sie sich die langen blonden Haare kämmte.


    "Ich weiß Mona, aber du hättest damals lieber die Knie- und Armschoner angezogen. Wegen solcher Unfälle gibt es wohl immer mehr Verbote. Aus Sorge um uns. Weil jedes Leben hier kostbar ist und man die Bewohner schützen will", antwortete Peter ihr, "Aber du siehst echt gut aus, auch das T-Shirt passt perfekt dazu. Sehr sportlich, Monalisa."


    "Nenn mich bitte nicht Monalisa, Peter. Das ist zwar mein richtiger Name, aber meine Mutter hat mich immer nur Mona genannt. Du weißt, ich vermisse sie sehr.", sagte Mona traurig.

    "Entschuldige, das wollte ich nicht. Schau mal, hier in der Hose steht SPANDEX und Nike drin, stand das in deiner Leggings auch drin?", fragte Peter Mona.


    "In meiner Leggings stand drin: LYCRA only by Dupont und eine 36. Vielleicht ist Lycra ja der Hersteller.", antwortete Mona.

    "Ich finde Lycra und Spandex ziemlich coole Namen. Weisst Du was Mona, ab sofort heißt du jetzt LycRamona, nein. Oder wie wäre es mit Lycra Moni? Oder Mona Lycra?", fragte Peter.


    "Eigentlich wäre ich für Mona Lycra, obwohl das fast wie Monalisa klingt, aber den Namen kennen nur wenige außer dir. Na gut, Mona Lycra ist startklar für das nächste Abenteuer. Und was ist mit dir, Peter Spandex?", lachte Mona.


    "Peter Spandex? Ich habe die Leggings doch noch gar nicht angezogen.", antwortete Peter.

    "Dann aber los, Peter. Wir wollen doch noch eine Runde im neuen Outfit laufen, mal sehen was die Leute dazu sagen.", sagte Mona.


    Peter zog eine stahlblaue Leggings aus der Tasche und verschwand damit im Bad, während Mona neugierig in der Tasche nach weiteren glänzenden Kleidungsstücken stöberte. Fünf Minuten später standen Peter und Mona beide in glänzenden Leggings und auf Rollschuhen bereit.


    "Puh, die Leggings ist wirklich ganz schön eng, Mona. Ich fand es aber irgendwie prickelnd, in den glatten und kühlen Stoff hinein zu gleiten. Passt sich wirklich perfekt an und ist so federleicht im Vergleich zu den schweren Hosen an, die wir tragen müssen.", sagte Peter.


    Mona klatschte Peter mit der Hand auf den Hintern. "Aua, wofür war das?", fragte Peter.


    "Ich glaube der Vater von deinem Freund Mike stand auf die Sachen, so viele Hosen und Anzüge wie der hatte, bestimmt an die 50. Auch ganz kurze und mittellange. Und alle glänzend. Komisch, dass das heute niemand mehr trägt, wo sie doch viel leichter als unsere schweren Hosen sind.", antwortete Mona.


    "Weisst du was? Schließ mal deine Augen, Mona.", sagte Peter. Mona schloss ihre Augen. "Und was jetzt?", fragte Mona.

    Peter stand ganz dicht vor ihr. Seine Leggingsbeine berührten Monas Leggingsbeine und er war leicht erregt.


    "Ich wollte dir das schon lange sagen Mona, und vielleicht denkst du das selbe... Ich bin verliebt in dich, Mona.", sagte Peter zu Mona und dann küsste er Mona. Und sie öffnete ihre Augen und hielt ihn ganz fest an sich gedrückt.


    "Ich weiß, Peter, und ich bin froh dass du es mir endlich gesagt hast, sonst hätte ich es dir morgen gesagt. Seit dem Tod meiner Mutter fühle ich so einsam wie noch nie in meinem Leben zuvor.", erwiderte Mona traurig und fühlte sich zugleich von einer Geborgenheit umschlossen, die sie lange nicht mehr gespürt hatte.


    So standen sie noch mehrere Minuten wie verzaubert da und hielten sich einander fest, während der Zeiger der Uhr im Zimmer langsam auf die 18 voranschritt.


    "Jetzt aber los, Peter Spandex, wir wollten doch noch eine oder zwei Runden im neuen Outfit drehen.", sagte Mona zu Peter. "Abfahrbereit, Mona Lycra?", fragte Peter.

    "Abfahrbereit!", antwortete Mona und rollte aus der Wohnung, während Peter die Haustür schloss und Mona hastig hinterher rollte.


    Es wurde langsam dunkel in Gaia City und die Beleuchtung sprang an, doch Mona und Peter hatten vor lauter Freude die Zeit völlig vergessen...


    Fortsetzung folgt...

  • Hallo Niki,

    deine Geschichte ist schön zu lesen, mal aus einer anderen Zeit, 25 Jahre weiter in der Zukunft, mit Blick zurück auf unsere Zeit.

    Freue mich auf weitere Episoden von dir und bin gespannt auf einerseits, was Mona und Peter erleben und andererseits, wie die Welt von 2043 und das Leben der "eingekuppelten" Leute aussieht. Und was in den 25 Jahren passiert ist. Ein bisschen hast du ja schon angedeutet.

    Viele Grüße

    Desi

    :) Desi-Badeanzug-HP und Nereida Drei auf desi.tervara.de :)

  • Sehr schön, ich mag solche Geschichten. Toll, dass du ebenfalls Gefallen am Schreiben hast.


    Bei der Schilderung dieser Nachkriegsgesellschaft mit Verboten und Überwachung musste ich unweigerlich an die TV-Serie Dark Angel denken. In der Pilotfolge trägt Jessica Alba übrigens eine glänzende Caprileggings als Fahrradkurrier. Später leider nur noch so schlabbriges Zeug a la Baggyjeans, Cargohosen und - wers mag - Lederklamotten. Das nur am Rande ...


    Ich bin gespannt wie es weitergeht. Treten die beiden einen neuen Trend los? Bekommen sie womöglich Ärger wegen ihrer Outfits?

  • Klasse!

    Wieder einer, der seine Phantasien schriftlich zum Ausdruck bringt.

    So langsam wird das hier zum Literaturtreff. Toll. Weiter so.


    Zumindest fällt es derzeit nicht auf, dass ich die Fortsetzung von "Spuren im Schnee" nicht Zeitgerecht fertig stellen konnte.

    Aber es gibt ja genügend (und gute) Alternativen.

  • Danke dass es euch die Geschichte gefällt. Und ja, es gibt sicher eine Fortsetzung wenn ich wieder den Kopf dafür frei habe.


    Leider hat mich ironischerweise die Geschichte eingeholt: Mein Vater ist nämlich gestorben... Die letzten Monate waren eine schwere Zeit und ich vermisse ihn sehr...

    Vielleicht wird das die Fortsetzung der Geschichte beeinflussen...

    Bevor ich sterbe, möchte ich wenn möglich meine Lycrasammlung in gute Hände geben bevor sie weggeschmissen werden.

  • Ein ganz großes Dankeschön für eure Anteilnahme und dafür, dass euch die Geschichte bisher gefällt.

    Ich habe nach laaaaanger Zeit endlich die Zeit gefunden, die Geschichte weiterzuschreiben.


    Doch zuerst möchte ich euch 2 Karten präsentieren, die ich als Orientierungshilfe (für mich selber und die Leser) gebastelt habe:

    Eine Übersichtskarte der 5 Städte Gaias und eine Stadtkarte von Gaia 5.



    Gaia City Karte 1.jpg


    Gaia City Karte 2.jpg

  • Bevor ich meine Geschichte weiterspinne, möchte ich einige meiner Inspirationen zeigen...Visionen der Zukunft (wie es sich die Menschen teilweise schon vor 100 Jahren vorgestellt haben) und auch aus dystopischen Science-Fiction-Filmen.

    Mir fällt gerade auf, dass die Städte bei mir viel zu wenig Grün haben...das Grün befindet sich in Gaia viel auf den Dächern.


    Gaia Vision 1.jpg


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    Logans Run 1.jpg


    Logans Run 2.jpg

  • hallo niki, besten Dank für deine ausführlichen und detaillierten Stadtpläne von Gaia 1 bis 5, bzw von Gaia 5. Gut vorstellbar.

    Sehr ausgeklügelt erstellt, mit vielen Aspekten des Lebens. Daumen hoch!


    Neugierige Frage: Mit welchem Programm hast du die Stadtpläne gebastelt?


    Danke auch für die Beifügung der weiteren Grafiken. Stammen sie auch aus deiner Feder (Gaia Vision 1 bis 5)?


    Nur am Rande bemerkt und nicht besonders von Belang: Groß ist Gaia City ja nicht, zusammengerechnet 900 Einwohner, und eine "Schlüsselweite" von etwa 230 Metern für Gaia 5.


    Ungeachtet dessen: Ich freue mich schon auf deine Schilderungen des Lebens in Gaia City und die Erlebnisse von Mona und Peter.

    :) Desi-Badeanzug-HP und Nereida Drei auf desi.tervara.de :)

  • hallo niki, besten Dank für deine ausführlichen und detaillierten Stadtpläne von Gaia 1 bis 5, bzw von Gaia 5. Gut vorstellbar.

    Sehr ausgeklügelt erstellt, mit vielen Aspekten des Lebens. Daumen hoch!


    Hallo Desi und Danke für Deine Nachfrage und Dein positives Feedback.


    Warum schreibe ich so viel im Voraus über die Geschichte? Ich bin mir selber noch nicht klar, wie sich die Geschichte entwickeln wird.

    So richtig ins Detail ausgedacht habe ich mir das Ganze nämlich noch nicht, und der Verlauf der Geschichte ist auch noch nicht geplant.


    Ich finde es aber spannender, wenn man als Autor den Verlauf noch nicht kennt, sondern sich die Geschichte erst allmählich entwickelt und man sich selbst überraschen lässt, wohin die Reise geht.


    Ich habe zwar schon ein zweites Kapitel geschrieben, aber so richtig zufrieden damit bin ich noch nicht. Manchmal habe ich auch den Eindruck, es kommt bisher zu wenig Lycra in der Geschichte vor, aber das soll sich noch ändern.


    Mich fasziniert als Science-Fiction-Fan vor allem der dystopische Ort in einer Kuppelwelt. Die Bewohner sind alle Gefangene und können sich nur sehr begrenzt bewegen. Und wenn Mona und Peter zusätzlich in Lycra-Klamotten stecken, verstärkt sich für den Betrachter das Gefangensein und das beklemmende Gefühl noch mal (aber Mona und Peter empfinden das nicht so).


    Gleichzeitig, und um mit der beklemmenden und bedrohlichen Situation fertig zu werden, machen Mona und Peter auch immer kleine Späße.


    Bevor man eine komplexe Geschichte schreibt (und das wird meine Geschichte vermutlich), sollte man eigentlich so viel wie möglich im Voraus planen: Vor allem viele viele, sehr viele Ideen sammeln, sich insprieren lassen von Filmen und Büchern, Skizzen machen, Pläne zeichnen, den Verlauf der Geschichte kurz aufschreiben (also was in jedem Kapitel passieren soll) und Charaktere beschreiben.


    Je ausführlicher man das macht, desto besser kann man sich dann daran orientieren und es kommt zu keinen oder wenigen Unstimmigkeiten oder Widersprüchen in der Geschichte. Und man kann immer auf die eigenen Skizzen, Bilder und Beschreibungen zurückgreifen, wenn man sich unsicher ist, ob alles stimmig ist.


    Neugierige Frage: Mit welchem Programm hast du die Stadtpläne gebastelt?


    Für die Pläne habe ich einfach Paint genommen (Hust Hust). Mit einem besseren Zeichenprogramm könnte man die Gebäude später sicher leichter verschieben und ändern, wenn einem etwas nicht gefällt. Ich könnte auch ein 3D-Programm dafür verwenden. Aber dafür ist mir der Aufwand zu groß, mich in solche Programme einzuarbeiten.


    Hmmm, vielleicht sollte ich für jede Ebene, also auch Untergeschoss und höhere Ebenen, Pläne zeichnen, damit ich weiß was sich wo befindet.


    Mit dem Gedanken, Bilder aus der Welt Gaias zu zeigen, habe ich auch schon gespielt. Mit Papier und Bleistift könnte ich z.B. etwas vorzeichnen, die Blätter dann einscannen und am Computer colorieren. Aber ich bin leider kein guter Zeichner und von Grafik habe ich wenig Ahnung. Aber reizen würde mich das sehr.


    Ich hätte Lust, Mona und Peter zu zeichnen, wie sie in ihren Leggings und auf Rollschuhen an den erstaunten Bewohnern vorbeisausen, die diese Kleidung noch nie gesehen haben. Ursprünglich habe ich sogar daran gedacht, dass Mona auf Peter auf einem Skateboard fahren, aber die Rollschuhe haben mir besser gefallen.


    Danke auch für die Beifügung der weiteren Grafiken. Stammen sie auch aus deiner Feder (Gaia Vision 1 bis 5)?


    Nein, die weiteren Bilder sind aus verschiedenen alten Wissenschafts-Magazinen und Science-Fiction Büchern aus den 50ern bis 80ern, die ich mal im Internet gefunden habe, die die Welt von Morgen zeigen. Einiges davon ist Realität geworden, vieles davon war aber auch sehr absurd.


    Die letzten beiden Bilder zeigen das Stadtmodell des Film "Flucht ins 23. Jahrhundert", der mich anscheinend unterbewusst inspiriert hat.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Flucht_ins_23._Jahrhundert


    Ich habe den Film vor langer Zeit mal gesehen, aber bei der Idee zur Geschichte gar nicht daran gedacht. Erst jetzt habe ich bemerkt, dass bestimmte Elemente aus dem Film komischerweise in meiner Geschichte auftauchen. Peter ist z.B. (wie Logan 5) ein Getriebener, wenn auch auf Rollschuhen. Oder z.B. die Bahn, die die Kuppeln miteinander verbinden. Oder dass ich ausgerechnet Gaia 5 als Ort ausgewählt habe, was an Logan 5 erinnert.


    Sicher haben mich auch einige andere Science-Fiction-Filme inspiriert, die mich irgendwann mal sehr beeindruckt haben, darum fahren Mona und Peter am liebsten auf Rollschuhen. Ich bin aber z.B. auch Star Trek Fan, und da hat die Besatzung ja auch eher enganliegende Kleidung an. Nur spielt die Geschichte hier auf der Erde und die Bewohner müssen sich nicht mit anderen Spezies auseinandersetzen, sondern einen Ausweg aus der immer bedrohlicher werdenden Welt finden.


    Nur am Rande bemerkt und nicht besonders von Belang: Groß ist Gaia City ja nicht, zusammengerechnet 900 Einwohner, und eine "Schlüsselweite" von etwa 230 Metern für Gaia 5.


    Nein, groß ist Gaia mit seinen 5 Kuppeln nicht. Ich bin von 200 Metern Durchmesser pro Kuppel ausgegangen und ca. 200 Bewohner pro Kuppel. Ich weiß nicht, ob das realistisch wäre. Aber es ist ja nur meine Vorstellung. Pro Kuppel könnten vielleicht auch 400 Bewohner leben. Also Platz wäre noch da, und die Bevölkerungsgröße verändert sich ja auch dahin, dass hoffentlich viele neue Kinder geboren werden.


    Gaia ist aber nicht die einzige Stadt. Es gibt überall auf der Welt solche Kuppelstädte, die man in kurzer Bauzeit errichten musste, weil die Atmosphäre immer mehr vergiftet wurde und das Leben draußen unmöglich geworden ist.


    Das Glas der Kuppel könnte nebenbei auch einen weniger steilen Winkel haben, z.B. nur 45 Grad. Ich weiß physikalisch nicht, ob sich das auf die Sonneneinstrahlung auswirkt (sich die Kuppel stärker aufheizen würde). Oder warum die Kuppel wie meistens rund, bei mir ausgerechnet sechseckig ist (das Dach ist aber rund). Ich glaube, man muss sich wirklich schon sehr gut auskennen und am besten Physiker sein.


    Ungeachtet dessen: Ich freue mich schon auf deine Schilderungen des Lebens in Gaia City und die Erlebnisse von Mona und Peter.


    Vielen Dank Desi. Ich freue mich auch, wie es wohl weitergeht. Ich bin im Übrigen eigentlich noch gar nicht dazu gekommen, mal Deine und die anderen Geschichten zu lesen. Ich hoffe ich komme bald dazu, wenigstens in Teilen.

  • Hallo Niki, willkommen zurück. Das ist mal ein gewaltiges Projekt, was du da anstrebst, alle Achtung.

    Da ich selbst ein Fan von Star Trek bin, und im Allgemeinen ein Faible für düstere Fantasy- und SciFi-Geschichten habe (so á la Otherland von Tad Williams zum Beispiel ...) spricht mich dein Setting der Geschichte natürlich an.


    Die Pläne geben einen Eindruck davon, wie du dir die Welt vorstellst. Toll, dass du so viel Zeit darauf verwendest, das Ganze grafisch zu untermalen.

    Zu deiner Überlegung, noch für die Wohnkomplexe die einzelnen Ebenen mit ihren Räumen zu entwerfen möchte ich anmerken, dass es manchmal besser ist, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. Das ist jetzt nur ein gut gemeinter Rat, da es ohnehin immer so sein wird, dass ein Leser ein abweichendes Bild in seinem Kopf hat, als es der Autor bei der Erschaffung der Szene. Der Aufwand, der nötig wäre, alles bis ins kleinste Detail zu planen und zu beschreiben, ist in der Regel vergeudete Müh. Wenn du sagst, du machst das ohnehin eher für dich, als Struktur, die dir die Orientierung innerhalb der Geschichte erleichtert, ist das freilich eine andere Sache.


    Ich freue mich auf jeden Fall auf den Fortgang der Geschichte.

  • niki

    Klasse, dass du wieder Gelegenheit hast, die Abenteuer in deiner "Gaia"-Welt weiter zu verfolgen. Man sieht, wie sehr du dich mit den Hintergründen deiner Phantasiewelt beschäftigst. Aufschlussreich sind natürlich auch deine Skizzen. Von der Thematik her, liege ich auch auf deiner Linie. Allerdings gibt es bestimmt auch Leser, die dem Genre Sci-Fi/Fantasy nicht so viel abgewinnen können. Der Vorteil dieser generell auf Phantasie basierenden Kategorien ist, dass sich der Lycra-Fetisch besser einweben lässt.