Was ist für euch öffentlich Lycra tragen?

  • Hallo, was ist für euch das öffentliche tragen von Lycra Bekleidung?


    Ich persönlich trage jeden Tag Hautenge Beinbekleidung, egal ob Leggings- Radler- Kunstlederhosen oder Strumpfhosen.

    Die Hautengen Kunstlederhosen trage ich so, wie andere ihre Jeans tragen, und das auch auf der Arbeit.

    Die Leggings trage ich in meiner Freizeit z.b. beim Einkaufen- Sparzierren gehen- oder beim Bummeln durch die Stadt usw.

    Ich trage auch so gut wie täglich Kompressionsstrumpfhosen unter meine Kleidung, die wurden mir auch von mein Arzt Verordnet.

    Und damit die Kompressionsstrumpfhosen nicht so langweilig matt aussehen trage ich oft noch eine glänzende Fsh darüber.

    Und so sieht man mich auch öffentlich mit Strumpfhose und nur mit einer Radhose darüber.

    Nebenbei versuche ich das ganze mit passenden Oberteilen zu Komponieren.


    Seit ende September 2017 hab ich angefangen bei Youtube kleine Videos von mir einzustellen mit meiner Leidenschaft.

    Bis heute hab ich dort 12 Videos von mir, und ich bin positive überrascht wie die Videos so ankommen.


    Was ich nicht verstehe warum sich hier so viele nur im Dunkeln oder an abgelegenen stellen sich offen zeigen, oder Fotos von sich machen.


    Öffentlich Lycra tragen ist für mich, wenn ich damit mein Alltag Meister.


    Und das nächste was ich in angriff nehme ist, wenn ich mich in Kompressionsstrumpfhose mit glänzender Fsh drüber in einer normalen Shorts drüber öffentlich

    zeigen tue.


    Ich finde wenn man erst mal so anfängt sich zu zeigen, dann will man auch immer mehr.


    Lg Thor72

  • Also was das "öffentlich zeigen" angeht, kann ich natürlich nur von meinem eigenen Standpunkt aus argumentieren. Dieser ist keinesfalls allgemeingültig und unterstreicht nur die Variationsbreite von Meinungen und Einstellungen.


    Grundsätzlich möchte ich gar nicht, dass das Lycratragen bei mir zur Normalität wird. Vielmehr ziehe ich Erregung aus dem außergewöhnlichen, unkonventionellen und nicht auf breiter Fläche akzeptiertem. Ich sehe darin durchaus eine sexuell-fetischistische Komponente, die ich eher privat ausleben möchte.

    Zum zweiten komme ich aus der Provinz, in der Veränderungen bezüglich der Toleranz zu unüblichem noch länger braucht als in Metropolregionen. Noch dazu bin ich tief im dörflichen Gefüge integriert und die Lycra-Leidenschaft ist nur ein kleiner Aspekt meiner Aktivitäten. Dafür bin ich nicht bereit ein geringeres Sozialprestige in Kauf zu nehmen. Deshalb bevorzuge ich die seltenen öffentlichen Lycraausflüge weit ab von zu Hause.

    Zu guter Letzt gehöre ich von der Statur her nicht gerade zu den ästhetisch empfundenen Menschen, vor allem wenn die Kleidung auffällig und körperbetont ist. Ich möchte nicht allzu vielen unbeteiligten mein Aussehen aufdrängen.


    Wie gesagt - nur meine persönliche Einstellung zum Thema Lycra in der Öffentlichkeit. Ich denke aber, dass anderslautende Vorstellungen eine große Bandbreite hierzu bieten.

  • Moin,

    auch wenn Lycra bei mir auch durchaus eine sexuell-fetischistische Komponente hat, trage ich es dennoch täglich im Alltag - allerdings als Unterwäsche.

    Öffentlich tragen heißt für mich, das ganze auch wirklich offen zu tragen. Ich trage zwar manchmal eine Jeggings in Jeans-Optik auf der Arbeit, aber dann merke ich, wie unpraktisch eine Leggings/Jeggings im Alltag sein kann. Es fehlen einfach die Taschen für Schlüssel, Geldbörse, Telefon etc. Dann muss ich mir immer eine extra Handtasche mitnehmen, was auch nicht immer praktisch ist. Und wenn es so kalt ist, dass ich eine Jacke brauche, trage ich lieber eine Leggings zum wärmen unter meiner normalen Jeans.

    Der wirklich limitierende Faktor heißt bei mir "Kinder". Wenn ich kinderlos wäre (und hier auch keine Pläne hätte), wäre mir persönlich das Dorf bzw. mein Umfeld mehr oder weniger egal. Aber so habe ich Angst, dass meine Kinder unter meiner Leidenschaft leiden. Daher vermeide ich es auch tunlichst, im Beisein meiner Kinder in der Öffentlichkeit zu sehr aus dem optischen Rahmen zu fallen. Da trage ich dann höchstens mal eine Leggings mit T-Shirt, wenn es mit den Kindern zum Spielplatz geht.

    Ich habe allerdings für mich recht lange gebraucht, bis ich an dem Punkt angekommen war, alles einfach so zu leben und im Zweifel sich keinen Kopf über die Meinungen anderer zu machen. Und dennoch fällt es mitunter auch heute noch im Kopf schwer. Zu sehr sind dann manchmal noch die gesellschaftlichen Konventionen verankert, die im Laufe des Lebens von alles Seiten auf einen einprasseln.

    Do not look upon this world with fear and loathing. Bravely face whatever the gods offer.

    -- Morihei Ueshiba

  • Öffentlich trage ich es fast nur zum Sport, also neben den echten Radlerhosen beim Radfahren auch schon mal eine Leggings oder Laufhose zum Joggen. Als Alltagskleidung kaum bzw. in der Regel nur "drunter". Bei einer Jeans mit einigen Löchern ist es für mich aber auch schon ein gewisser Nevenkitzel, wenn ich da zum Beispiel eine bunte Leggings drunter habe, die dann durch die Löcher zu sehen ist.


    Zu Hause trage ich natürlich mehr Lycra, gehe damit dann auch schon mal kurz vor die Tür, etwa den Müll rausbringen, wobei mich Nachbarn oder Passanten gelegentlich sehen. Im Urlaub, der ja meist ohnehin viel mit sportlichen Aktivitäten verbunden ist, trage ich es dann auch eher mal länger in der Öffentlichkeit.


    Ich kann aber in der Tat nicht einfach in Leggings auf der Arbeit erscheinen, was zum einen daran liegt, dass ich mich nicht komplett vor meinen Kollegen als Lycrafetischist "outen" möchte, und zum anderen, selbst wenn die Kollegen das kommentarlos oder gar positiv aufnähmen (was bei einigen definitiv nicht der Fall sein wird, ich weiß ja, wie die Leute dort ticken) ist es von der Geschäftsleitung sicher nicht gern gesehen, da wir als Mitarbeiter die Firma nach außen hin repräsentieren. So, wie es bislang läuft, bin ich zufrieden.

  • Wie ich ja schon mehrfach in anderen Fäden schrieb ist Lycra für mich längst Alltagskleidung.

    Dadurch, dass ich durch meinen Rollstuhl sowiso schon sehr auffalle, macht es mir nicht allzusehr viel aus, durch meine Leggings und andere Lycrasachen noch mehr aufzufallen.

    Ich denke da eher an Revolution und will damit demonstrieren, dass man auch als Mann so was tragen kann, sich von den allgemein geltenden Richtlinien lösen kann und soll.

    Ja mir macht das Spaß, auszuloten wie weit man gehen kann, bis jemand was sagt. Ob nun positiv oder negativ.

    Ich fühl mich so sau wohl und meiner Freundin scheint es auch zu gefallen, denn sie unterstützt mich auch darin.

    Probiert es aus, ihr glaubt gar nicht, wie egal es Euren Kindern, Nachbarn oder Arbeitgebern es ist, was ihr in Eurer persönlichen Freizeit anzieht.


    Gruß Wolpertinger

  • Lycraunterwäsche trage ich eigentlich ziemlich oft.

    Badeanzüge meist beim schwimmen, also sportliches Schwimmen, ansonsten enge Badeslips, meistens Bikinihöschen.

    Leggins ab und an, gern auch zuhause oder im Garten, genauso wie Radlerhosen.

    Bodys zieh ich mir gern über die Leggins beim Sport, da mir sonst immer die Leggins runterrutscht und das nervt mich.

    In der Arbeit trage ich kein Lycra, geht vom Firmenimage her nicht.