Novemberrain

  • Ich hab lange lange überlegt ob ich sie noch einmal posten soll in der Zeit wo dieses Forum in der Schwebe hing, nach dem Relaunch wollte ich schauen wie so alles läuft . Jetzt nach der Eingewöhnung aller denke ich das es an der Zeit ist, sie hier neu unverändert starten zu lassen

    viel Spass euch mit


     Novemberrain


    Es ist doch immer das gleiche , wenn etwas im Haushalt kaputt gehen muss, ist es an einem Freitag oder Samstag kurz vor Geschäftsschluss .
    Dieses mal ist es die Kaffeemaschine , die ihren Geist aufgeben musst , genau dann wenn ich gerade mal ein Kaffee trinken will , wo ich doch Teetrinker bin. Und ausgerechnet jetzt noch dieses nasskalte Novemberwetter“ murmelt Martin vor sich hin, während er mit schnellen Schritten durch die Innenstadt läuft . Sein Auto musste er auch noch hinter dem Bahnhof parken , weil seine Stammtiefgarage ausgerechnet heute für den Flohmarkt gesperrt ist .
    Ja seine Laune ist wirklich nicht die beste und da tröstet es ihn wenig das er nur noch durch die Unterführung muss , wo die Busse langsam und dann schon fast am Auto ist .Er war seit Tagen mies drauf . <br/>
    Im Job lief es gerade nicht besonders und zu allem Überfluss ging ihm sein Nachbar sehr auf die Nerven . Dieser war einer dieser Möchtegern Computerexperten , die beim genaueren Hinsehen wirklich , aber auch gar nix zu Stande brachten . Dies war dann immer der Zeitpunkt bei dem Sein Nachbar beim Ihm klingelte und um Hilfe bat . Seit Tagen ging es nun so . Er war diese Woche krank geschrieben , seit Monaten ging es im schon mies . Der Ärger auf der Arbeit setze ihm mächtig zu . Seinem nächsten Vorgesetzten war wirklich aber gar nix recht zu machen . er musste sich sämtliche Frechheiten bieten lassen . Noch dazu war er stets der Sündenbock . Nach und nach schlichen sich Fehler bei ihm dazu noch ein . Mit dem Chef konnte er auch nicht reden, dieser war ein Coleriker wie er im Buche stand .“
    In der Unterführung bleibt er nun ein wenig stehen , weil es grade wie aus Eimern schüttet . Martin war zwar eh schon von oben bis unten durchnässt , das ihm dieser Platzregen nun wirklich eigendlich nix mehr ausmachen würde . Wenn dieser Mistkerl von Vorgesetzen sich nicht immer überall einmischen ....ach dieser Regen , muss den Schauer wohl hier grad abwarten .“ Dachte er bei sich .“Gott sei dank würde er ...MOMENT ...Was is das ?“ gingen seine Gedanken weiter als er ein Leises Wimmer wahrnimmt , ganz in seiner Nähe . doch wo er auch hinschaut , er sieht niemanden .
    Aber da ist doch was ?!
    Wieder schaut er sich um , sehen kann er jedoch nix .
    Als sich ein Bus nähert der in die Unterführung hereinfährt , erhellt der Lichtkegel des Busses kurz eine Nische direkt unter der Brücke .
    Jetzt wusste er woher das Wimmern kam . unter einem schwarzen Mantel mit Kaputze kauert eine Gestalt. Neben der Fahrbahn , ist jeweils ein Gehweg, direkt daneben erheben sich die Brückenfundamente , welche mit großen blauen Granitsteinen gepflastert sind. Martin hat mühe
    Dort hochzuklettern, zwei mal rutscht er ab und saust nach unten , doch im Dritten Anlauf schafft er es zu der Gestalt hochzuklettern . als er näher kommt erkennt er das der Mantel metallisch glänzt . es musste Lack sein , er kannte es nur aus dem Kino , doch über den Glanz war er überrascht . „Hallo , kann ich ihnen helfen?“ fragt er ? . Nix tut sich , das wimmern bleibt unverändert . Vorsichtig legt er eine Hand auf die Schulter der Gestalt .doch nun hebt sich der Kopf . Er blick in ein verheultes mit nassen Haaren verhangenes Gesicht .

    Sofort kram Martin In seinen Taschen nach einem Taschentuch .Irgendwie findet er durch Zufall wirklich eine Packung Papiertaschentücher . Eigentlich ein Wunder.Er nutzt normalerweise nur Stofftaschentücher .
    Zaghaft schiebt er die Haare beiseite hinter die Ohren .
    Plötzlich blickt er in die verweinten Augen ! Ein Schreck durchfährt seine Glieder . Er kennt diese Augen, er kennt dieses Gesicht .
    Er die wimmernde Gestalt ist niemand anders , als seine ehemalige Schulkameradin Lilli .
    Er hatte sie seit Jahren nicht mehr gesehen , eigentlich zu letzt am Tag der Inoffiziellen Abschlussfeier . Martin war auf der Realschule am Ort und dort war es seit bestehen der Schule Tradition , das es eine inoffizielle und eine offizielle Abschlussfeier gab . bei ersteren dachten sich die Schüler immer Streiche aus . verbarrikadierten die Schule , die Lehrer mussten lustige Aufgaben machen .
    Lilli war natürlich auch dort und feierte mit ihren Freundinnen .
    Jetzt saß sie verweint vor ihm bekleidet mit einer knappen Lackkorsage und einem Lackminirock . ihre Beine hatte sie dicht an ihren Körper gezogen und ihre arme um die Knie gelegt . an ihrem rechten Arm baumelte eine Plüschhandschelle .
    Grell geschminkt war sie ebenfalls, aber die Tränen hatten ganze Arbeit und das ganze Make up kaputt gewaschen.
    „kannst du aufstehen“ fragte Martin sie . Lilli nickte vorsichtig. Er Half ihr beim Aufstehen . doch ihre Beine waren viel zu schwach , sie sackte zusammen wie ein nasser Sack . Martin konnte sie gerade noch mit beiden armen halten . Er musste ein paar male umgreifen bis er sie richtig hatte . dann hob er sie mit beiden Armen Hoch und rutschte vorsichtig den kleinen Hang bis auf den Bürgersteig wieder herunter .
    er setze Lilli kurz ab und nahm sie dann schließlich huckepack auf den Rücken und ging mit ihr bis an sein Auto.


    Gott sei dank war dieser Dicke graue Wagen mit dem Stern auf der Haube verschwunden der die Parklücke so eng gemacht hatte , das Martin mühe hatte dort einzuparken . jetzt war ihm der vorhandene Platz eine große Hilfe . so konnte er Lilli direkt von seinem Rücken auf den Beifahrersitz hinunter gleiten lassen . Sie war wirklich sehr schwach und arm dran . doch er stellte keine Frage , er half ihr einfach .
    Es war für ihn einfach selbstverständlich . warum wieso weshalb sie nun in dieser Situation war , spielte keine Rolle . Vielleicht würde sie es ihm irgendwann erzählen . Momentan sagte sie kein ton, aber sie hatte auch aufgehört zu weinen .
    Die Fahrt über blieb es auch ruhig . Martin hatte alle Hände damit zu tun , auf dem Verkehr zu achten , es regnete weiter in Strömen , die Sicht war schlecht , doch Martin kannte sich gut aus und fuhr sicher durch die Vororte der Großstadt .
    Je mehr sie aus der Stadt heraus fuhren , desto stiller wurde es . leise rauschte der Fahrtwind , gedämpft surrte der Motor, gleichmäßig prasselte der Regen gegen die Windschutzscheibe . Die Lichter der Stadt wurden weniger , verschwanden ganz als sie durch den dichten dunklen Wald fuhren . nun war es nicht mehr weit bis zu Martins Wohnung . Lilli hatte sich auf ihrem Sitz zusammengekauert wie ein Häufchen Elend . die Beine hatte sie eng an sich gezogen , die Arme vor der Brust verschränkt , ihre Hände darin vergraben , ihr Blick ging starr durch die Seitenscheibe nach draußen .
    Weit , Weit ging die Straße immer mehr Berg auf hinauf . Oben
    Auf der Bergkette angekommen bogen sie nach rechts ab , in ein kleines
    Dörfchen. am Ende des Dorfes machte die Straße eine sehr scharfe Rechtskurve , direkt danach waren sie auch schon da . Martin parkte dein Wagen direkt vor dem Haus . Er Stieg aus , ging um den Wagen rum und Hob Lilli wieder aus dem Auto , Setze sie kurz ab um sie dann Wieder Huckepack zu nehmen . Mit Schnellen Schritten ging er die Treppe empor , die von Aussen zum Ersten Stock führte , wo sich seine Wohnungstüre befand . zum Glück war dort ein Großes Vordach angebracht , der sie vor dem immer noch sehr starken Regen schütze .
    Nach dem er aufgeschlossen , brachte er Lilli direkt ins Badezimmer . so durchgefroren wie sie war brauchte sie sicherlich erste mal eine Heiße Badewanne , die er auch direkt einließ nach dem er sie abgesetzt hatte .
    Er brachte ihr noch kurz trockene Sachen ehe er sie alleine Ließ und begann das Auto zu entladen .
    Noch Etwas verwirrt begann sich Lilli nun zu entkleiden . als sie in das warme Wasser stieg atmete sie tief und kräftig durch . nun hatte das Schrecken für sie ein Ende , so hoffte sie .
    Die Wärme tat ihr sehr gut , sie genoß richtig . langsam kehrten ihre Lebensgeister wieder in sie zurück . Nach gut über einer Stunde wurde das Wasser langsam kühler und für Lilli wurde es Zeit aus der Wanne zu steigen . beschwerlich richtete sie sich in der Wanne auf und zog den Stöpsel . Leise entwich das wasser aus der Wanne . langsam stand sie auf und griff nach einem Handtuch das bereitlag , damit sie sich abtrocknen konnte .es dauerte eine ganze Weile bis sie das geschafft hatte , alles bis auf ihre Haare . diese zu trocknen kam ihr vor wie eine halbe Ewigkeit . erst dachte sie , dabei , ihre Nase würde dabei ein streich spielen als sie den leckeren Geruch von Essen wahr nahm .
    Aber dieser himmlische Duft wurde immer intensiver . Lilli begann sich ein wenig zu beeilen .warum wusste sie selber nicht so genau . aber soweit sie noch wach war und denken konnte, wusste sie , das sie nicht Nackt wieder rauskommen konnte . doch Martin hatte ihr ein Jogginganzug bereitlegt sowie eine Boxershort , die ihr sogar recht gut passte . Als sie schließlich die Badezimmertüre öffnete war der Duft einer frischen Pizza im Ofen nicht mehr zu leugnen . sie kam gerade ins Wohnzimmer herein , als Martin sie anblickte , der gerade 2 Pizzen auf den Esstisch stellte . „Hast du Hunger ?“ fragte er . Lilli nickte und setze sich gegenüber von Martin an den Tisch . Dieser goß ihr ein Glas Wasser ein „und Durst hast du sicher auch“ sprach er weiter .

  • Lilli aß sehr langsam , obwohl sie es sehr mochte . aber irgendwie
    Ging es einfach nicht schneller . so war Martin weit vor ihr fertig , wollte sie aber nicht mit seiner Anwesendheit auf den Wecker fallen und so begann er den liegengebliebenen Spül abzuwaschen . er war fast eine Halbe Stunde damit beschäftigt dies zu erledigen. Martin wollte zurück ins Wohnzimmer gehend sagen „ hat es dir geschmeckt ?“ fragen als er stehen blieb , die Luft anhielt und den Satz runterschluckte . Lilli hatte noch die Gabel und das Messer in der Hand, der Kopf war nach vorne gekippt , so das Martin sich etwas verdrehen musste um zu erkennen , das sie wärend sie aß eingeschlafen war . Sie tat ihm leid ! irgendetwas musste sie so aus der Bahn geworfen haben , das sie all ihre Reserven aufgebraucht haben muss und nun sogar zu müde war , zu ende zu essen. Vorsichtig zog er ihr Gabel und Messer aus den Fingern, bemühte sich , diese leise hinzulegen . genauso leise zog er den Tisch vor , damit er sie vom Stuhl heben konnte . eine Hand hatte er hinten auf ihren Schulterblättern platziert und die andere hatte er unter ihre Oberschenkel schieben können , so trug er sie in sein Bett , legte sie auf ihrem Rücken ab und deckte sie zu ehe er leise das Zimmer verließ das Licht löschte und die Türe anlehnte .
    Er selber beschloß am nächsten Tag aufzuräumen, nahm sich eine Decke und legte sich schließlich auf der Couch schlafen .
    Spät am Vormittag erwachte er wieder . alles war still in der Wohnung , nur seine zwei treuen Gesellen , 2 Meerschweine freuten sich ihn zu sehen und natürlich auch über den gewohnten Guten Morgen Snack bestehend aus einem kleinen Streifen Paprika , die sie auch bereitwillig an der Seitentüre des Käfig wieder immer gierig erwarteten und ihm aus der Hand rissen.
    Auf dem Weg in die Küche und zurück ins Wohnzimmer hatte er kurz ins Schlafzimmer geschaut , doch Lilli schlief immer noch tief und fest .
    So tat Martin das was er jeden Morgen tat wenn er zu Hause war . Mit einer großen Tasse Tee schlurfte er in das eigendliche Kinderzimmer der Wohnung wo er den Platz für seine Hobbys geschaffen hatte . Seine Modellautosammlung und seine Computer . gemütlich nahm er Platz in seinem für ihn Angepassten Chefsessel um wie immer durch die tiefen des Internets zu surfen . Emails abfragen , Foren lesen die sich mit seinen Hobbys befassten und bei seinen Freunden im Claneigenen Teamspeak vorbei zu schauen . Aber heute war noch niemand da , verwunderte ihn aber auch nicht , die letzten Nachrichten im Clanforum trugen eine Uhrzeit die erst 5 Stunden zurücklag . „wahrscheinlich haben sie mal wieder die Nacht zum Tage gemacht“ dachte er sich und vertiefte sich in ein langen Bericht , welchen er bei einem Portal fand , welches sich mit Umbauten von Modellautos befassten . Eine Zweite Tasse Tee Machte dies noch angenehmer .
    Von Lilli war immer noch nix zu hören oder zu sehen . wecken wollte er sie auf gar keinen Fall , so schnell wie sie gestern eingeschlafen war , musste sie auf jedenfall sehr müde sein . und da war es sicher gut wenn es ausschlief. Inszwischen war er mit lesen soweit durch und die aktuelle Tageszeitung war heute mal wieder ein wenig spärlich . im lokalteil war nix los, Politik lass er erst gar nicht , schließlich fand er das man eh alle in einen Sack stecken sollte und draufhauen . es würde sowieso den richtigen treffen , diese Labertaschen . der Wirtschaftsteil interressierte ihn überhaupt nicht und den Sportteil lass er nur wenn die DTM fuhr .
    Über seine Lieblingssportart Tauchen stand nie was drin .
    So drehte er sich den Bildschirm wieder zu , um im nächsten Moment doch wieder aufzustehen , um von neben an seine zwei kleinen Mitbewohner rüber zu holen in den Großen Käfig , der mit in dem Kleinen zimmer stand . Dort konnten sie so richtig toben und klettern .
    Heute waren sie mal wieder total aufgedreht und jagten sich gegenseitig durch den Käfig . Martin widmete sich nach kurzem zusehen und spielen mit den Beiden wieder der Tastatur und begann ein wenig zu Spielen , tat dies aber nur nach aufsetzen der Kopfhöhrer . die Zeit rannte wie im Fluge dabei und es war früher Nachmittag geworden . Martin hatte genug vom spielen und ging nun an den restlichen Abwasch und ans Aufräumen . wie auf Samtpfoten schlich er durch die Wohnung um nur Ja kein Lärm zu machen . aber als das getan war , musste er etwas Lärm machen als er schnell in Bad ging um unters Wasser zu hüpfen und sich zu rasieren .
    Das war es dann wohl auch , was Lilli so langsam aus dem Schlaf weckte . zumindest schlief sie nicht mehr so tief und fest , als er vorsichtig den Kopf durch die Türe stecke . er beschloß aber weiterhin sich leise zu verhalten , bis sie von selber aufstehen würde und so ging er wieder in das Kleine Zimmer , wo er einen Fernseher stehen hatte , aber nach 10Minuten war dieser auch schon wieder aus , denn es kam einfach nix was ihn interessierte . Also drehte er seinem Kopf wieder dem Bildschirm zu , wärend Benny und Timmy , seinen Meerschweine über das frische Heu , Trockenfutter und eine riesige Möhre hermachten.
    Martin indes war damit beschäftigt einen Modellbagger zu vermessen und am Computer Zeichnungen dessen anzufertigen. Irgendwann so hoffte er , würde er mal ein großes Modell haben , welches er Fernsteuern konnte . aber so recht wollte es heute nicht funktionieren und nach einer Zeit gab er es dran für heute . Er musste an den Gestrigen Tag denken , wie er Lilli vorgefunden hatte . so leicht bekleidet und was sie trug . jetzt fiel ihm auch wieder die Handschelle ein . die sie am Arm trug.
    Sollte sie etwa eine ... sein ? Nein ! das konnte er sich gar nicht, DAS WOLLTE er sich gar nicht vorstellen . Nein nicht Lilli , nicht sie . die doch immer so mit beiden Beinen auf dem Boden stand und einen ausgeprägten ehrlichen Sinn für gut und böse hatte . das hatte sie nie und nimmer über die jahre aufgegeben . und warum war sie so verheult ? Auch so still , eigendlich hatte sie ja wirklich kein Wort gesagt . Ebenfalls so gar nicht ihre Art . Früher war sie ein beliebtes kontaktfreudiges Mädel gewesen .
    Er konnte es sich einfach nicht erklären was ihr passiert sein musste . Nachfragen konnte er aber auch nicht ! Dafür war er viel zu schüchtern und zurückhaltend . das Lag wohl in seiner Natur. Er war vom Sternzeichen Krebs , die als sanft ,häuslich ,sensibel , tiefsinnig, phantasievoll , humorvoll und treu gelten . Sein Freundeskreis war auch nicht allzu groß . aber das war auch in Ordnung für ihn . Er hatte es sich selber ausgesucht , so zu leben , traute nur wenigen wirklich voll und ganz . und dies waren seine beste Freundin Angela und sein bester Kumpel Jan . ihnen vertraute er voll uns ganz . ohne wenn und aber .
    Er legte auf Ehrlichkeit , Offenheit aber auch Verschwiegenheit großen
    Wert und nach den vielen Jahren die er die beiden kannte , wusste er
    Er kann ihnen vertrauen . ebenso bei seinem Kumpel Daniel . zwei Böse Zungen , die Zungen seiner ehemaligen Ausbilder in der Überbetrieblichen Ausbildungswerkstatt , behaupteten sogar sie seine wie Siamesische Zwillinge . Nun ja ein wenig war da auch was dran .
    Von Anfang an waren sie ein gut funktionierendes Team gewesen und teilten die gemeinsamen Hobbys.
    Sonst lebte Martin eher zurückgezogen , wohl ein Relikt aus der Schule , wo er der Sandsack der Klasse war . Mit seiner einzigen Schwester stand er noch im guten Kontakt . Übers Internet hatte er auch einige Freunde gefunden mit denen er regelmässig telefonierte , mit ihnen schrieb oder auch wenn es die Zeit zuließ , auch besuchen fuhr .
    Nein sein Leben war schon gut und in Ordnung . Die richtige Frau hatte er bisher leider nicht gefunden und vielleicht würde er sie auch niemals finden oder dann wenn er es gar nicht erwartete . Er dachte schon gar nicht mehr drüber nach ihm war es fast gleich .
    Aber was war mit Lilli ? hatte sie Freunde ? wenn ja warum hockte sie so alleine unter dieser dunklen Brücke statt ihre Freunde anzurufen ? oder schämte sie sich für dieses Outfit welches sie trug ? „Komisches Zeug war das , was sie anhatte“ Dachte er und stand auf um die paar Stofffetzen aus dem Bad zu holen . ein glück das der Regenhimmel gerade mal aufgerissen war und die Sonne durchlies . So konnte er sich
    Die Sachen näher ansehen . fühlte sich komisch an , wie die Tischdecke in der Küche . wie Plastik nur stark glänzend . er war sich nicht Sicher , aber es schien Lackkleidung zu sein . es quietschte leicht wenn er es aneinander rieb . und auf so was stand Lilli ? auch das konnte er sich nicht vorstellen ! dafür war sie immer viel zu brav gewesen . man sagte zwar stille Wasser seihen Tief aber Lilli hatte sich bei einem Schulausflug in ein Spassbad in der zehnten Klasse geweigert , einen Bikini zu tragen , weil sie die Blicke der jungs einfach nicht mochte , das , obwohl sie zu einen der hüpschesten Mädels der Klasse gehörte . nein Lilli ging in einem öden Badeanzug mit . Martin hatte sie auch nicht verstanden damals , war enttäuscht darüber , sie nicht wie all die anderen Mädels im Bikini zu sehen . Heute schmunzelte er darüber .
    Aber heute imponierte ihm das . sie hatte sich nicht so einfach alles vorkauen lassen was sie zu tun und zu lassen hatte und ihre eigene Meinung vertreten , was ihr viele Minuspunkte bei ihren Klassenkameraden eingebracht hatte . Bei den Klassentreffen war sie auch nie gewesen , Martin war auch nur zwei mal dort gewesen um festzustellen , das sich nix geändert hatte und seine Klassenkameraden immer noch wie früher waren , Blödsinn im Kopf hatten und ihn aufzogen.
    Während er noch weiter drüber nachdachte , bewegte sich neben an etwas leise . er Sah auf als Lilli in der Türe stand . Diese Sah sehr verschlafen aus . und ein Blick auf die Uhr haute ihn fast um . es waren nun schon 17 Uhr , Lilli hatte fast 18 Stunden am Stück geschlafen .
    „guten Morgen“ flüsterte sie leise . „Hallo ! hast du hunger ?“ Fragte Martin . Lilli schüttelte den Kopf „nee , aber was du da trinkst sieht gut aus , ist noch was da ?“ antworte sie „nein aber ich mach dir schnell einen , setz dich .“ Antwortete Martin und deutete auf den Zweiten Chefsessel . Wärend Martin in die Küche verschwand nahmen seine zwei Mitbewohner die Besucherin genauer in Augenschein . Sichtlich erfreut genossen sie die Kleine Streicheleinheit die Lilli ihnen zukommen ließ . So gar ein kleines Lächeln bekamen sie von ihr zu sehen . <br/>
    „Komisch, so zutraulich sind sie bei neuen Personen nie“ Hörte Lilli Martins Stimme der am Türrahmen lehnte und ihr eine Heiße Tasse Tee reichte .
    Wärend er Platz nahm räusperte er sich „ du kannst erst mal hier bleiben , wenn du magst ?!“
    Leise entkam Lilli ein „Danke“ , „ob ich ihm vertrauen kann ?“ fragte sie sich selber . Martin indes versuchte ihr es so angenehm wie möglich machen zu machen ohne sie zu bedrängen .er spürte das sie halt brauchte . so war es für ihn auch nicht verwunderlich das sie den Rest des Tages still blieb und am frühen Abend erneut einschlief , zwar nicht am Esstisch sondern diesmal auf der Couch . bis er selbst müde wurde lies er sie dort auch liegen , aber dann trug er sie wieder rüber ins Schlafzimmer in sein Bett .

  • Er war gerade 3 Stunden im Bett als Lilli erwachte , warum wusste sie so gar nicht jedoch schein es so als hatte es seinen Grund, von oben bis unten war sie schweiß gebadet . Als sie die Bettdecke beiseite schob und aufstand wurde es ihr sehr kalt, kein wunder , sie war so verschwitzt als wäre sie gerade aus einem Pool gestiegen . frierend ging sie rüber in das kleine zimmer . dies war noch richtig aufgeheizt von Martins Computern . dort war es ihr fast angenehm, doch so richtig warm wurde ihr es erst , als sie eine Decke fand , welche auf einer kleinen Kommode lag . dort hatte Martin auch ihre Kleidung abgelegt , warum eigendlich ?
    Es spielte keine Rolle , sie war erleichtert das sie erst mal ein Dach über den Kopf hatte , denn ausser den paar knappen Lacksachen besaß sie Gar nix mehr !
    Es waren die Horrortage schlecht hin die sie hinter sich hatte . Es begann am Mittwoch morgen . Wie immer war sie zur Arbeit gegangen ,
    doch an der Pforte Funktionierte ihre Elektronische Stempelkarte mit der Sie Einlass bekam nicht mehr . Die Dame die Dafür zuständig war , wollte oder konnte ihr keine neue mehr ausstellen, warum durfte sie angeblich nicht sagen . Lilli schaffte es aber noch an ihren Arbeitsplatz,
    ihren Vorgesetzten fand sie aber nicht vor , auch nicht ihren Abteilungsleiter . Wie sie erfuhr hatte man ihnen fristlos gekündigt , warum erfuhr sie natürlich nicht . Sie wurde immer besorgter . schließlich traf sie ihre Arbeitskollegin Frau Brunner , diese war total verheult .
    Doch aus ihrem Gestammel erfuhr sie , das so wohl ihr als auch Lilli fristlos gekündigt wurde . Man brauchte sie nicht mehr . ihre Arbeit wurde nun im fernen Osten von irgendwelchen billigen Damen erledigt .
    Nur unter Aufsicht von 2 Leuten vom Sicherheitsdienst durfte Lilli die wenigen persönlichen Dinge aus ihrem alten Schreibtisch holen, dann eskortierte man sie sehr rüpelhaft nach draussen . Außer sich vor Wut und Enttäuschung fuhr sie zur ihrer besten Freundin , Doch diese knallte ihr die Türe direkt vor der Nase wieder zu . Sie hörte sie nur noch schimpfen das sie ihr Grundstück verlassen sollte , ansonsten würde sie die Polizei rufen . mit solchen Flitchen wie ihr wolle sie nix mehr zu tun haben .
    Lilli verstand die Welt nicht mehr . was war an diesem Tag nur los ?
    Was war geschehen ?Sie konnte es sich einfach nicht erklären .
    Niedergeschlagen fuhr sie schließlich in die Wohnung ihres Freundes Robert . es war wie im Film erst schmiss sie Sachen durch die Gegend, zertrümmerte dabei das halbe Badezimmer und den großen Wandspiegel im Flur . in irgendeiner Ecke versank sie schließlich und weinte zwei Stunden am Stück , stand wieder auf lief durch die Wohnung und bekam schließlich den Alkoholvorrat in die Finger . Sie kippte alles nach und nach in sich hinein, querbett , Wein Bier , einen Rest Bacardi , ein Schluck Rum und es endete mit mehreren Gläsern Wodga .
    Nach einem kurzem Nickerchen auf dem flauschigen Wohnzimmerteppich von einer halben Stunde befand sie sich auf einem Höhenrausch und hatte beschlossen ihren liebsten nach strich und fanden zu verführen . Da kamen ihr die Lacksachen die Robert mal für sie gekauft hatte gerade recht , dabei hatte sie diese immer strickt abgelehnt , so was tragen nur Nutten hatten sie damals immer wieder gesagt . doch jetzt fand sie sie gerade richtig ebenso wie die Plüschhandschellen . Als sie das Outfit übergestreift und eine Handschelle angelegt hatte , wartete sie auf dem Fußboden vor der Wohnungstüre mit einer gut noch gefüllten Flasche Rotwein .
    Und diesmal hatte Lilli sogar Glück , es hatte nicht lange gedauert bis Robert in der Türe stand, die Flasche Rotwein hatte nur noch etwa die Hälfte es Inhalts als vorher . Doch Robert war über die unerwartete Besucherin gar nicht erfreut . warum verstand Lilli gar nicht . erst als er sie Anschrie dass nun die rassige Brasilianerin die ebenfalls mit vor der Türe stand seine Angebetete sei und Lilli doch dorthin verschwinden soll wo der Pfeffer wächst . Gesagt getan hatte er sie am Arm gepackt hoch gezogen und vor die Türe gezerrt . Diese flog mit einem lauten Knall und einem „den Verlobungsring hab ich bei der Pfandleihe versetzt“ zu
    Wie ein Häufchen Elend schlich Lilli die Treppen hinunter um vor der Türe festzustellen , das sie nun ja auch kein Auto mehr besaß , weil es ja eigendlich Robert gehörte . als sie an der nächsten Bushaltestelle ankam, wusste sie das nicht nur seine Halbe Wohnung durch sie verwüstet war , nein , auch sein , ihr altes , Auto ein neues zerkratztes und zerbeultest Aussehen hatte .
    So betrunken wie sie war warf sie der Busfahrerdirekt wieder aus dem Bus, sie war also gezwungen durch die Halbe Stadt wie es schien zu laufen . müde und erschöpft kam sie vor dem Wohnhaus an in dem sie ihre kleine Wohnung hatte . doch hinein ließ sie ein Mensch in grünen Klamotten nicht . er fragte sie nur ob sie „Frau ....“ sei und Lilli nickte ,
    Der Polizist nahm sie bei Seite und versuchte ihr schonend bei zu bringen das sie nun nur noch das besaß was sie gerade trug . da ihre Wohnung durch vermutlich die Unachtsamkeit ihrer alten Nachbarin , die bald auf die 90 zuging , die vergessen hatte die Kerzen vom Adventskranz auszublasen bevor sie diese zur Kirche ging , waren beide Wohnungen bis auf die Grundmauern niedergebrannt, den Rest hatte schließlich das Löschwasser der Feuerwehr besorgt . Diese war sehr gründlich vorgegangen und hatte beide Wohnungen von den Resten
    Die durch das Feuer geblieben war in kleine Stücke gehakt um eventuelle Glutnester abzulöschen . Lilli hörte dem Polizisten schon gar nicht mehr zu m drehte sich ab und ging . in einem kleinen Park verbrachte sie die Nacht frierend im Sand unter eine Drehscheibe auf einem Spielplatz . das bischen pappe was sie nebenan bei einem Discounter fand half da nur wenig , hielt aber den Wind ab .
    Nach dem sie hin und wieder eingeschlafen war , war es wieder hell geworden und Lilli ging weiter umher ,ohne plan woher . Betrunken war sie nicht mehr , dafür hatte sie höllische Kopfschmerzen und so in Gedanken das sie eh kaum was mitbekam , auch nicht das sie beinahe ein paar male von Autos erfasst worden wäre. Die nächste Nacht schlief sie in einem kleinen Tunnel aus dem warme Luft kam irgendwo am Rand der Stadt an einem Grüngürtel . Schließlich irrte sie weiter um her . so musste sie auch unter die Brücke gekommen sein , wo Martin sie gefunden hatte. Gott sei dank , sonst wäre sie wohl bald umgekommen .
    Sie hatte ihre arbeit ihren verlobten ihre beste Freundin und ihr hab und gut in nicht mal 12 Stunden verloren . Geschwister hatte sie keine und ihre Eltern starben vor 5 Jahren bei einem Autounfall durch einen Falschfahrer . sie hatte also nix und niemanden mehr . so war sie dankbar das Martin sie aufgenommen hatte . sie hoffte sehr das sie ihm vertrauen konnte . zu mehr kam sie nicht mehr , leise weinend schlief sie im Stuhl ein ......
    Am frühen Vormittag wurde Martin unsanft aus dem Schlaf gerissen , als es sturmklingelte . Fluchend ging er zu Türe . seine Laune war übelst . er hasste es geweckt zu werden . Seine Laune wurde nicht besser als er sah wer vor der Türe stand . ausgerechnet jetzt musste der Stromversorger den Zähler ablesen kommen . ausgerechnet jetzt , ausgerechnet so früh . „für jeden Sch... gibs Computer warum dafür nicht ...“ grummelte er vor sich hin während der Kerl vom Stromanbieter ohne sich ablenken zu lassen von den Flüchen von Martin die Zahlen ablas und dreifach kontrollierte . mürrisch stammelte Martin etwas unverständliches vor sich hin als der Mensch wieder ging , der ihn so
    Unsanft weckte . Martin knallte sogar die Türe so laut , das seine Ohren danach zu klingeln begannen . Um sich noch mal hinlegen war er nun zu wach und so ging er in die Küche um sich ein Tee aufzusetzen . erst dort
    Fing er an zu überlegen warum die Schlafzimmertüre weit offen stand
    Und sein Bett leer war . Das mit Lilli hatte er doch nicht geträumt ?Ganz sicher hatte er das nicht geträumt . Mit schnellen Schritten ging er ins Schlafzimmer . und dort war Tatsächlich keine Lilli , das Bett war aber durchwühlt , es hatte also jemand drin geschlafen , doch er war es ja nicht , er hatte ja auf der Couch geschlafen . Martin sah erst im Badezimmer nach , dann im Wohnzimmer und zuletzt in der Küche .
    Doch da war sie nicht .In der Wohnung war es still , absolut nix zu hören , Martin lauschte andächtig . doch da war was ! ein leises klackern durchbrach die Stille . Mit schnellen Schritten ging er rüber blieb aber wie angewurzelt in der Türe stehen , was er sah brach ihm das Herz . während seine zwei kleinen Mitbewohner von den zwei Trinkflaschen demonstrativ abließen ,in die Unterschlupfe verschwanden und nur noch ihr hinterteil rausschaute . Die typische Antwort dafür , das er sie vergessen hatte und auch nix für sie jetzt dabei hatte was sie gerne fraßen . Doch das war es nicht was ihn so rührte . Es war der Anblick von Lilli die zusammen gekauert im Stuhl saß , die Beine an sich gezogen und schlief . sie sah richtig traurig und einsam aus ihre verweinten Wangen taten das übrige dazu .
    Aber sie konnte so doch nicht bleiben , es konnte so nicht bleiben !
    Erstmals dachte Martin nachzuforschen was passiert sein musste .
    Schien es doch wirklich der einzige Weg zu sein ihr wirklich zu helfen , nicht nur kurzfristig . sicher , das sie eine zeit bei ihm blieb, vielleicht auch ein Monat lang dagegen hatte er nix einzuwenden . das würde sicher problemlos gehen . doch was kam danach ?
    „Lilli !“ flüsterte er leise . Keine Regung von ihr . Jetzt sprach er etwas lauter „Lilli !“ und faste sie leicht an der Schulter . Diese schreckte erschrocken hoch . doch als sie Martin sah begann sie bitterlich zu weinen . ihr war wieder schlagartig klar was los war und was ihr wiederfahren war.Martin traf das so unvorbereitet , das er wirklich nicht
    wusste wie er reagieren sollte . er fühlte sich hilflos . doch nach kurzem zögern nahm er sie in den Arm und drückte sie an seine rechte Schulter, beruhigend redete leise auf Sie ein , das alles wieder gut würde , doch Lilli reagierte darauf sehr schlimm weinte noch schlimmer und schrie immer wieder „nein nein nie wieder“ . Martin gelang es nicht mal ansatzweise sie zu trösten , sie schrie und weiter nur und er versuchte alles um sie zu beruhigen , doch es half wirklich nix . Sekunden , Minuten verstrichen ohne das sich die Situation ändern wollte ......
    Schließlich hatte Martin eine letzte idee und so wendete er sich kurz von ihr ab und durchwühlte seine CDs , während er parallel seinen Computer hochfahren ließ .
    Laut fluchte er , weil er nicht das fand was er suchte . Doch da war auch schon der Computer startklar . mit ein paar Mausklicks war er am Ziel .
    Leise wurde der kleine Raum von Vogelgezwitscher , Rauschen des Windes in der Krone eines großen Baumes und Plätschern von Wasser
    Erfühlt .
    Und Martins Plan zeigte Wirkung , Lilli beruhigte sich , wenn auch sehr sehr langsam . es dauerte fast zwei Stunden bevor Lilli gar nicht mehr weinte und auch wirklich still war . Die ganze Zeit hatte Martin sie in den Arm genommen , sanft ihren Kopf gestreichelt und immer wieder leise auf sie eingeredet . <br/>
    Das war also geschafft . auch wenn dies die wohl einfachste Aufgabe war , die vor Martin lag . doch dieser ahnte nicht mal was davon , was ihn noch erwartete . <br/>
    Er beschloss zu nächst , das Lilli erst mal duschen gehen sollte , das würde ihr gut tun , so sagte er . doch da kam schon das nächste Problem auf ihn zu . was sollte sie danach anziehen ? sie brauchte ja <br/>
    Auch was anderes zum anziehen , als seinen Jogginganzug und seine Boxershorts . sie brauchte was eigenes . Nichts leichter als das dachte er ..... hätte er dies doch bloß gelassen , doch er hatte lilli einfach gefragt. Gerade wo sie sich doch erst nach stunden beruhigt hatte .
    Nun weinte sie wieder . schlurzend sagte sie das sie nix mehr hatte .
    Martin konnte das nicht so recht glauben und hakte nach .
    Warum auch immer , Lilli wusste es wohl selber nicht , begann sie zu erzählen , wenn auch rückwärts was ihr wiederfahren war .
    Martin hatte auch etliche male nachgefragt . Lilli war danach so fertig
    Das Martin sie wieder rüber ins bett trug . dort legte er die CD mit dem Vogelgezwitscher ein , setzte sich zu ihr aufs Bett , er wartete so lange bis sie sich beruhigt hatte und eingeschlafen war . dann ging er leise raus . auch er war jetzt runter mit den nerven . es hatte ihn sehr mitgenommen was Lilli erzählt hatte , sie zweimal über eine so lange Zeit zu beruhigen . und gegessen hatte er an diesem tag auch nicht wirklich was . Nach dem er sich eine Tasse Tee sich gemacht hatte und eine Pizza in den Backofen geschoben ging er rüber ins kleine Zimmer und verbrachte er etwas Zeit damit , seinen Meerschweinen zu zusehen , wie sie spielten . dabei überlegte er was nun zu tun war . Im Lokalteil der Tageszeitung fand er einen kleinen Artikel über einen Brand, wie Lilli ihn beschrieben hatte . dort stand auch geschrieben , dass das Haus abbruchreif sei , weil die Statik des Hauses nicht mehr gegeben sei.
    Als er die Zeitung wieder weglegen wollte , klappte der Wirtschaftsteil
    Auf , dort fand er auch den Grund dafür , weswegen Lilli entlassen wurde. Scheinbar gab es einen Skandal wegen Schmiergelder . weiterhin lass er , das sich der Konzern zu drastischen Maßnahmen entschlossen hatte und den Skandal zum Anlass nahm , Teile der Firma
    Sofort und die restliche Produktion Ende des Jahres aus Deutschland in ein billigeres Land zu verlangern . <br/>
    Martin war sehr niedergeschlagen . Nicht nur , das Lilli ihre Arbeit verloren hatte , sie hatte auch ihr gesamtes Hab und Gut verloren und nach ihren Erzählungen auch den Laufpass von ihrem Verlobten bekommen und er sie scheinbar vorerst durch eine rassige Südländerin
    Ausgewechselt .
    Das ganze warf natürlich neue Probleme auf. Lilli war nicht nur arbeitslos
    Sondern auch noch obdachlos . Eine Sache die es wirklich nicht leichter war . Martin konnte und wollte sie aber auch nicht auf die Straße setzen .
    Das hieße also , er würde sie mitversorgen müssen . der Umstand das all ihre Sachen ein Raub der Flammen geworden war , verkomplizierte die Sache noch mehr . <br/>
    Kurz entschlossen griff er zum Telefon .....

  • <t>wollen wir mal schauen was in dieser magischen Verbindung noch alles so passiert <br/>
    <br/>
    <br/>
    „Hi Wiebke“ Sprach er ins telefon „ Hast du ein klein wenig zeit für mich <br/>
    es gibt da etwas , was ich mit dir bereden möchte“ fuhr er fort , während er sich in seinem Stuhl zurücklehnte und es sich bequem machen . <br/>
    <br/>
    „Hallo Martin“ kam aus dem Hörer vom anderen Ende der Leitung . <br/>
    „bin grad von der Arbeit heimgekommen , esse grad eine Kleinigkeit , wenn dich das nicht stört , habe morgen frei , ist also egal wann ich ins Bett komme , kann ausschlafen .“ Antwortete Wiebke weiter . <br/>
    Sie war und ist seine beste Freundin , seit nun gut 10 Jahren . <br/>
    Angefangen hatte es damit , das sie und er sich bei einem Clantreffen <br/>
    Kennengelernt hatten . damals war sie noch mit Sina Hye Min zusammen . einem sehr netten Clankollegen , den Martin sehr schätzte . <br/>
    Doch David, so war sein richtiger Name , von allen aber nur Sina gerufen , wegen seines Rollenspielcharakter , welchen er verkörperte , hatte sich verändert , die Arbeitslosigkeit hatte ihn aufgefressen und so einem sehr verschlossenen leicht erregbaren Menschen gemacht . <br/>
    Martin hatte das meiste davon hautnah mitbekommen , sah wie Wiebke darunter litt und auch fast daran zerbrach. Beide wohnten nicht weit von ihm , nur zehn Minuten mit dem Auto . je schlimmer es mit David wurde, um so öfter suchte Wiebke jemanden , mit dem sie über alles reden konnte, der aber keine frage stellte , sondern einfach nur da war .Dies <br/>
    Fand sie Martin , so kam es , das diese anfangs leichte Krise , Martin und Wiebke zusammen schweisste . Als dies wurde noch intensiver als <br/>
    David anfing Drogen zu nehmen und beschloss nach Berlin zu ziehen . <br/>
    Es war eine ganz schwere Zeit für Wiebke . sie zog sich sehr zurück, so das Martin, trotz der damals schon sehr engen Freundschaft , ernst hafte Probleme hatte an sie ran zu kommen . Doch Wiebke begrabbelte sich allmählich wieder und erkannte auch die guten Absichten von Martin. <br/>
    Etwa ein Jahr später jedoch , schien sich das ganze fast noch mal zu <br/>
    Wiederholen , als beide die Nachricht erreichte , das David an seiner Sucht verstorben war . zusammen schafften sie es , dieses weitere Loch gemeinsam zu durchschreiten . dies war nun sechs Jahre her . <br/>
    Die Freundschaft war sehr eng mittlerweile . So war es kein wunder das <br/>
    Sie kaum Geheimnisse voreinander hatten und offen miteinander umgingen . Für Außenstehende sah es beinahe so aus , als wären sie zusammen oder gar vielleicht ein Ehepaar. Beide bestritten das aber immer wehement . machten sich untereinander drüber lustig . beharten aber darauf , das sie beide niemals was miteinander anfangen würden , ihnen die Freundschaft viel wichtiger war. <br/>
    „na dann erzähl mal was los ist“ sprach Wiebke schmatzend in den Hörer .<br/>
    „kein Problem“ antwortete Martin „hab ich dir von lilli mal erzählt? <br/>
    „nein“ <br/>
    „sie ist eine ehemalige Klassenkameradin , sie ist hier“ <br/>
    „wie sie ist bei dir?“ <br/>
    „ja sie ist hier bei mir und schläft jetzt wieder“ <br/>
    „wie wieder“ <br/>
    „Ja hab sie in der Unterführung neben dem Bahnhof gefunden. Da neben dem Schotterparkplatz wo wir schon mal parken .Sie war richtig <br/>
    verheult und hatte kaum was an . Sie muss da seit stunden gesessen haben.“ <br/>
    „in der Unterführung“ hakte Wiebke nach <br/>
    „ja , ganz oben, da die Steine hoch an der Ampel , direkt unter den Bahngleisen.hab sie mitgenommen dann , sie hat erst ein warmes bad genommen und dann hab ich Pizza gemacht und sie ist während dem Essen im sitzen eingeschlafen . hab sie dann in mein bett gelegt und ich selber hab auf der Couch geschlafen . Sie hat lange geschlafen <br/>
    und dann hat sie mir irgendwann dann erzählt was ungefähr passiert ist. <br/>
    Ihr Macker hat eine andere und hat sie aus seiner Wohnung geschmissen , ihre eigene Bude ist abgebrannt , stand auch in der Zeitung und ihren Job hat sie verloren , weil die Firma das ins Ausland verlagert was sie macht . na ja jetzt ist sie hier und hat nicht mal mehr Klamotten . hab ihr was von mir geliehen , aber das ist ja auch keine Dauerlösung . hast du nicht ne idee ?“ <br/>
    <br/>
    „uff , sie kann einem ja richtig leid tun . antworte Wiebke leicht erschrocken. „wie kann ich dir helfen fuhr sie fort . <br/>
    „Naja Lilli brauch Kleidung ,das ist das wichtigste . also von a bis z . <br/>
    Sie ist in etwa so groß wie du , hast du nicht vielleicht ein paar alte Sachen von dir, die du nicht mehr anziehst und ihr so lang leihen kannst <br/>
    Bis sie selbst neue Sachen hat ? <br/>
    Ich muss mir ihr dann mal einkaufen gehen und hab gehofft du kannst <br/>
    Uns dabei dann begleiten .? <br/>
    Wenn das geschafft ist , werde ich sie auch zu den Ämtern begleiten . <br/>
    Schließlich muss sie ja Geld irgendwie bekommen und auch wo gemeldet sein .“ <br/>
    Wiebke unterbrach ihn : „Sicher , werde gleich mal schauen , wollte eh ausmisten , das Frühjahr kommt ja bald und da brauch ich Platz!“ <br/>
    „Weiber“ neckte Martin sie <br/>
    „ Ja ja mach du nur deine Witze . du bist auch nicht besser , mit deinen Computern“ neckte Wiebke zurück „ So wie ich dich verstehe wird sie also erst mal bei dir wohnen bleiben wenn dein Vermieter das mitmacht ?“ Fragte Wiebke <br/>
    „ja , ich werde morgen früh ihn mal fragen , die Wohnung ist groß genug, <br/>
    durch meine Schlafcouch ist das auch kein Problem, ich hoffe er wird ja sagen .“ <br/>
    „und wie soll es weitergehen ?, ich meine das ist doch keine Dauerlösung dann oder ?“Hakte Wiebke weiter nach <br/>
    „Nun ja ich noch nicht so recht , aber sie brauch jemanden , der sich um sie kümmert . Der Alte Quentin spinnt im moment eh rum , wer weiß was der hat , aber die Spatzen pfeifen von den Dächern das er nächste Woche Konkurs anmelden wird. Die Banken haben wohl den Hahn zu gedreht . Ich hock ja eh schon so Hause , weil auf der Arbeit nur noch <br/>
    Mord und Todschlag herrscht . Hab heute mit dem Hauser , dem Chef von diesem Meckerfritzen, telefoniert . Der Arzt meinte , das meine Beschwerden ernst zu nehmen sind . mit drei Magengeschwüren sei schließlich nicht zu spaßen . Jedenfalls habe ich das auch mit dem Hauser besprochen . <br/>
    Ich soll weiter Überstunden abfeiern , sind ja nur 935 Stunden .Dazu <br/>
    Habe ich noch den Urlaub von zwei ein halb Jahren . Also genug Zeit <br/>
    Mich um Lilli zu kümmern . Wenn du sie jetzt sehen könntest , die <br/>
    Schläft so friedlich , aber dabei macht sie ein richtig trauriges Gesicht.“ <br/>
    Beendete Martin seine Ausführungen . <br/>
    <br/>
    „vielleicht gelingt es dir ja , sie wieder aufzupeppeln . ich ruf dich morgen <br/>
    mal , schlaf gut“ gähnte Wiebke in den Hörer <br/>
    <br/>
    „ja schlaf du auch gut , gute Nacht“ Wünschte Martin ihr und legte auf .</t>

  • An schlafen war noch gar nicht zu denken, er war noch richtig aufgewühlt .es würde etwas Zeit brauchen , bis er zur ruhe gekommen ist .Er beschloss , seine Bookmarks , die sich im laufe der Jahre zu mehreren hundert angesammelt hatten , zu durchsuchen , zu aktualisieren und was nicht mehr funktionierte , hinaus zu schmeißen .

    Eine Arbeit die er nicht gerne machte , sie war so eintönig . Bookmark aufrufen , schauen ob er noch geht und wenn nicht löschen . Manche konnte er überspringen , weil er sie tag täglich aufrief , doch das waren nur ein paar hand voll . Vertieft in seine Gedanken um Lilli , rief er auch

    Ein Link auf, den er nur noch selten benutzen . Er führte zu einem Forum

    In dem Cathy , Martins letzte Freundin, sehr aktiv war . das Forum drehte sich rund um einen Stoff , den Martin nur schwer einzuordnen

    Wusste , dessen Name Lycra war . Manche sprachen es lückra aus , manche leikra. Cathy hatte immer von „leikra“ gesprochen . sie fand es angenehmen diesen Stoff zu tragen . Dies hatte sie als Voltigiererin drei mal pro Woche getan . dieser Sport war wie für sie gemacht . als sie klein war , schickten ihre Eltern , sie zum Turnunterricht , was Cathy die Gabe gab , sich geschickt und gelenkig zu bewegen . Als sie älter wurde entdeckte sie ihre Liebe zu Pferden . Sie lebten in einer Kleinstadt auf ländlichem gebiet, so war es für Cathy ein leichtes einen Reiterhof zu finden , wo sie günstig und mit viel Spaß den Kontakt zu den Pferden

    Fand. Darin war sie sehr begabt wie sich heraus stellte. Eines nachmittags bat man sie , da war sie gerade erst zwölf , ob sie nicht

    Bei einem Voltigiertraining aushelfen konnte , weil ein Mädchen aus der

    Gruppe erkrankt war und man sich auf einen Wettkampf vorbereitete , ein wenig aushelfen und einspringen konnte.

    Es war der Wink des Himmels. Es funktionierte direkt ab der ersten Sekunde . ihr Turn und Reittalent lies es für sie wie ein Spaziergang werden , das es kaum auffiel , das sie eigendlich noch nie diesen Sport

    Ausgeübt hatte . Dies war auch der Trainerin aufgefallen . Nach dem Training fragte sie Cathy ob sie nicht Lust hätte , zur Gruppe hinzuzustoßen . Cathy willigte sofort ein .Jahre lang praktizierte sie diesen Sport . Dort lernten sich auch Martin und sie kennen .

    Es war ein Heißes Sommer gewesen und Martin half auf dem Bauernhof seiner Großeltern aus und war gerade dabei , Strohballen aus der Presse auf den daneben fahrenden Wagen zu stapeln , auf dem Feld welches direkt neben der Reithalle war . Cathy war damit beschäftigt

    Einem Pferd eine kühle Dusche bei dem heißen Wetter vor der Halle zu gönnen . Martin schwitzte wie blöde und als er den letzten Ballen verladen hatte , sprang er vom Wagen ,rannte herüber zu Cathy und stellte sich mitten in den Wasserstrahl den Cathy gerade auf die Hinterläufe des Pferdes gerichtet hatte . Sofort musste sie laut auflachen bei dem Bild was sich nun bot . Sie war es durchaus gewohnt , das die ihr anvertrauten Pferde bei der Wärme sehr gerne die Abkühlung genossen , aber jemand der sich freiwillig zum Deppen machte um sich eine Abkühlung zu verschaffen war ihr dabei noch nicht untergekommen.

    Als Martin schliesslich klass nass war , drückte er der noch immer vollkommen verdutzten und lachenden Cathy einen Kuss direkt auf ihre lippen und spurtete dann wieder rüber zum wartenden Traktor .

    Sie sahen sich noch ein paar male in diesem Sommer wieder doch erst

    Auf der Disco im Dorf , als Cathy ihn zum Tanzen aufforderte , funkte es zwischen ihnen , so das sie an diesem Abend zusammen kamen .

    Sie waren das perfekte Paar, waren überall gerne gesehen und schier unzertrennlich . Cathy hatte sich ein freies Jahr nach ihrem Abitur genommen und es in dieser zeit sich so richtig gut gehen lassen . Sie war nicht die Unschuld in Person und teilweise nur schwer zu bändigen .

    Cathy hatte den Hang zu Bondage und mit der Zeit lernten sie beide den anderen zur verschnüren.Dieses war nicht immer von Erfolg gekrönt.

    doch mit der Zeit gewannen sie rasch an Übung und hatten sogar mal einen Bondagekurs in München besucht . an einem regnerischen Wochenende , an dem sie beide sich ausruhten , fand Cathy per Zufall dieses eine Forum , auf der Suche nach einem neuen Anbieter für ihre Voltigierkleidung . erfreut sah sie auch das es eine große Bondageecke dort gab und begeistert meldete sie sich an und fand sehr schnell Anschluß dort an eine gruppe , die sich zusammengeschlossen hatte und eine kleine Gemeinschaft bildete , die sich auch mal treffen wollte, zu dem es aber nie gekommen war . Martin zögerte anfangs , sich dort auch anzumelden , aber tat es schließlich aus liebe zu Cathy .

    Bis dahin hatte er sich immer geweigert auch mal einen , von Cathys Voltianzügen zu tragen. Er war da immer auf dem Standpunkt, das is was für euch Mädels und blieb doch lieber bei seiner gemütlichen Jeans

    Und bastelte lieber an allen möglichen technischen dingen herum als sich in so was enges zu zwängen . Cathy hatte dies akzeptiert und ihr Glück schien perfekt zu sein , bis zum darauffolgenden Januar , als ihr Vater, ein hoher Angestellter in der Regierung in die USA versetzt wurde. Cathy nahmen ihre Eltern mit dorthin . dort sollte sie in Havard Studieren . Wehmütig hatte Cathy dem zugestimmt und 2 Wochen später war bereits der Umzug, Martin hatte es das Herz gebrochen , doch er ließ Cathy ziehen , wusste er doch , wussten beide das eine Fortsetzung ihrer Beziehung über eine so weite Distanz keinen Sinn machte . Als andenken lies ihm Cathy ihre Volti und Lycrasachen zurück, sowie auch alles andere , was sie sich zusammen zugelegt hatten .

    Martin hatte alles in eine große Kiste damals verpackt und auf den Dachboden in die hinterste Ecke verbannt.

    Das war nun vier jahre her und konnte auch noch ruhiger so bleiben fand er .

  • Vielen Dank für eure Worte.Gerade weil die Geschichte ja schon mal online stand.

    Weiter gehts.



    Inzwischen hatte er das ganze Forum , wo er alle 4 wochen noch reinschaute durchforstet . erstaunt hatte er festgestellt das ein treffen bald angesetzt war und das gar nicht soweit von ihm . unter seinem Pseudonym Xavier hatte er noch zu cathys zeiten zwei geschichten dort geschrieben , die er in unregelmässigen abständen schon mal weiterschrieb. Doch nun hatte er erst mal geschrieben das er zu dem Treffen auch kommen wollte .doch er bekam eine fehlermeldung das sein account nicht aktiv sei. Schnell schrieb er einen der Admins an , um wieder im forumschreiben zu können . er hatte glück und erwischte einen admin , Pflänchen nannte sie sich , im Messanger erwischte .keine 2 min später konnnte er im forum wieder schreiben .irgendwie freute er sich auf das treffen sogar ein wenig , auch wenn er die gewissheit dabei hatte, das er Cathy dort nicht sehen würde. Er würde sie wahrscheinlich nie mehr sehen . ihr anfangs noch guter kontakt war total eingeschlafen über die jahre .nun Er hoffte aber auch das diese Gewitterhexe Cassandra nicht zum treffen kommen würde . es schien immer aber für wahrscheinlich das sie nicht kommen würde, schließlich wohnte sie 800km von ihm .

    Ein Paar Monate , nach dem Cathy in die USA gezogen war , war Cassandra ins Forum gekommen und so nach und nach suchte diese den kontakt zu ihm , anfangs lief auch alles gut, es entwickelte sich ein sehr netter flirt der martin nach der trennung von Cathy ein wenig aufbaute . doch er merkte das er noch nicht bereit war für etwas neues und so gab er cassi , wie er sie nannte , einen korb . Cassi akzeptierte dies auch . versuchte aber weiterhin den kontakt zu ihm zu halten .

    Fast spöttisch kamen manchma bemerkungen von anderen Forenmitgliedern , wie die das Paar was sich nicht traut .

    Martin war dies egal .mit der zeit schaute er nicht mehr tag täglich rein und lass nur ab und zu mal im forum .

    Es dämmerte fast schon , als er nun beschloss ebenfalls schlafen zu gehen .



    Weiter dachte er nicht darüber nach , und ging zurück in die Küche , um seinen Tee aufzubrühen .dampfend versank der Teebeutel im heißen Wasser , der lose Zucker , ließ das Wasser aufbrodeln . Mit der Tasse in der Hand schlurfte er zurück in den Flur, stellte sie auf der Schuhkommode ab , ging kurz ins Schlafzimmer, nahm hinter der Türe die Lange Stange , welche in der Ecke hinter der Türe Stand , zwischen Kleiderschrank und Wand , ging zurück in den Flur und Hakte den Haken die die Stahlöse welche in die Decke hineingeschraubt schien . Ein Kurzer Ruck und zum Vorschein kam eine kleine zusammengefaltete Treppe auf einer Platte , die mit Gelenken und Federn an den Deckenbalken befestigt waren . ebenso war dort ein kleiner Lichtschalter angebracht, den Martin nun betätigte . Mit der Tasse in der Hand , bestieg er nun die Treppe hinauf auf den kleinen Speicher über seiner Wohnung. Dieser war nicht sehr hoch , gerade so hoch das Martin an einigen Stellen aufrecht stehen konnte , bot er aber genug Platz um einiges dort zu lagern .

    Martin hatte dort , so einiges gelagert . Alte Kartons von seinen Computersachen , eine Kaffeemaschine , Leere Umzugskartons und andere die Dinge die er selten brauchte .

    Er ging in eine der Hintersten Ecken , an der Stirnwand des Hauses , nahm sich ein alten Camping stuhl, stellte seine Tasse auf den kleinen Bestelltisch , den er noch aus seiner anderen voherigen Wohnung hier aufbewahrte .

    Nun zog er mit beiden Händen , zwei große Kartons nach vorne an sich ran . Sie waren viel Größer als die normalen Umzugskarton , ihr Oberer

    Rand , war gut dreizig Zentimeter breit von oben mit einer rotbrauen Farbe bedruckt .

    Wo her er einmal solch große Kartons hatte wusste er schon gar nicht mehr , jedoch , als er sie gepackt hatte , das wusste er noch , hatte er bei sich gedacht, das man solche kartons auch noch mal besorgen müsste, soviel wie in sie hineinpasste .

    Vorsichtig öffnete er erst den linken , dann den Rechten Karton . er griff zu nächst in den Linken , und hob ein Stück rotbräunlichen Stoff hinaus,

    wenn man genauer hinsah, war es ein kleidungsstück , das er dort in der Hand hielt . Zart glänzte der stoff in dem wenigen licht , das auf dem Dachboden war .

    hinter sich vernahm erst ein leisen Gähnen ehe ihn ein „ Was ist das ?“ in die knochen fuhr und ihn zu tiefst erschrak .Lilli war wach geworden von den Geräuschen über ihr.Dieser Dachboden war komplett aus Holz und jedes Geräusch war in der Wohnung unüberhörbar zu hören.

    Etwas verschlafen hatte sie die Leiter erklimmt und stand nun direkt neben Martin.

    „Cathys Lieblingsgymnastikanzug, das ist lang her“ Flüsterte er und legte

    diesen bei Seite .“Warum bewahrst du ihn auf ?“ fragte sie weiter .

    „Als Erinnerung an sie“ „Tut mir leid“ Flüsterte beschämt .



    Wie lange ist es her?“ Lilli zeigte ein wenig Interresse. „Schon eine ganze Weile.Zeit loszulassen !“ Flüstere Martin. „Darf ich ?“ Hakte Lilli nach. „Von mir aus ja, ich geh jetzt wieder runter.Am besten ich nehm dir

    den Karton mit runter.Hier oben ist es zu kalt.“ Gesagt getan und Martin schleifte den Karton die Treppe runter, half Lilli beim Abstieg und verschloss die Luke wieder. Murmelnt schlurfte er Richtung Couch, die Tasse Tee in der Hand.“Ich leg mich hin, versuch du auch noch was zu schlafen!“ Lilli sah ihm hinterher ehe ihr Blick wieder auf den Karton fiel.

    Martin war müde und er wollte unter allen Umständen vermeiden an Cathy weiter zu denken.Zu tief saß der Riss und der Stachel in seinem Herzen. Auch wenn diese Cassandra um ihn gebuhlt hatte, er kam noch nicht hoch und brauchte mehr Zeit für sich.Lilli war für ihn allerdings jemand, um die er sich kümmern mochte.Er spürte ganz intensiv das sie Halt brauchte und auch viel Zeit ihr Schicksal zu verdauen und sich der Situation zu stellen.Fakt war für Martin auch, das Lilli bei ihm bleiben konnte bis alles überstanden war.Wie lange das auch dauern sollte.Wie es mit dem Platz funktionieren würde, wusste er noch nicht.All zu schwer sollte es aber nicht werden.Seine Wohnung war groß genug für zwei und Platz für Lilli zu schaffen sollte das einfachste sein.Er bemaß ihrem Interesse jetzt an dem Karton auch nicht all zu viel Bedeutung bei.Sie war halt ein Mädel und interessierte sich für Kleidung.Na und ? So langsam dämmerte er weg. Als er wach wurde blinzelte ihm die Sonne ins Gesicht.Leicht verkatert und verspannt reckte und streckte sich ehe er sich erstmal hinsetzte. Lilli fand er vor seinem Computer.Sie sah auf „Darf ich ?“ fragte sie leise dabei. Martin nickte. Er war einfach noch nicht wach.Erst auf dem zweiten Blick sah er, das Lilli andere Kleidung trug.

    Ein paar von seinen warmen Socken, die er beim Tauchen benutze wenn er seinen Trockentauchanzug trug, dazu hatte sie eine rosa Leggins an, anscheinend ein blauen Body. Drüber hatte sie ein von ihm ein schwarzes Metallica T Shirt. Er hatte ein wenig den Eindruck das sie anfing sich bei ihm wohl zu fühlen.Vielleicht kam sie sogar ein wenig zu Ruhe. Und wenn ihr die Kleidung von Cathy auch noch passte, sie es mochte, dann war es ein Anfang. Schliesslich hatte sie alles verloren durch das Feuer.

    Lilli genoss es, die Leggins und den Body mit dem T-Shirt darüber zu tragen.Die Kleidung von Wiebke, Martins bester Freundin, saß zwar einiger Maßen gut, aber es entsprach nicht so richtig ihrem Stil.

    Martins Jogginganzug war zwar bequem aber auch etwas weit.Die Leggins und der Body hatten etwas neutrales für sich.Auch wenn es

    die ein Teil der Kleidung von Cathy war,Martins letzte große Liebe, So

    fühlte sie sich doch wohl darin.

    Lilli war ein Mensch, die gerne etwas körperbetonter sich kleidete.Für sie war es total normal, Lack oder Latex zu tragen.Lycra kannte sie früher von ihrem Sport dem Turnen.Sie hatte kurz vor Ende der Schule dran gegeben.Lilli war nie die Einzelkämpferin, sondern der Gruppenmensch.

    Beim Turnen ging es unter den Frauen hart zu. Neid, Missgunst und Intrigen waren an der Tagesordnung.Das war einfach nix für sie. Allerdings hasste sie auch den Gruppenzwang.So tat sie immer das, das sie sich wohl fühlte.Und in der Schule mochte sie es gar nicht, sich beim schwimmen im Bikini zu zeigen. Sie fühlte sich so angegafft und zu einem Lustobjekt zurück gesetzt.In ihrem Sportbadeanzug fühlte sie sich geschützt. Durch den Badeanzug war sie auch nicht mehr im Mittelpunkt der Jungs.Das war ihr ganz recht. Martin fand sie ganz okay damals.Aber er verhielt sich wie alle Jungs in der Klasse. So blieb Lilli in der Schule ohne Freund. Den lernte sie erst auf der Berufsschule kennen.Aber das war ihr egal.

    Jetzt war sie dankbar, das Martin ihr Obdach gewährte. Er hatte sich gegenüber damals sehr verändert. Er war ein lieber Kerl geworden.

    Das er auch seine Sorgen hatte, hatte sie ein wenig vernommen.

    Sie hatte beim einkaufen mit Wiebke und Martin ein wenig mitbekommen

    als sich die beiden unterhielten. Sie war auch froh das sie Martin nicht auf der Tasche lag. Durch die frühe große Erbschaft bei seiner Tante hatte Martin reichlich Rücklagen, das er lange genug daheim bleiben konnte bis er einen neuen guten Job gefunden hatte, wo er nicht dem Mobbing von einem miesen Chef ausgesetzt war.