SPUREN IM SCHNEE

  • Hallo Freunde plastisch modellierender Kleidung.

    Auch im neuen Jahr gibt es wieder was zum lesen. Desi ist immer noch fleißig, der Graf hat einen klasse Einstand vorgelegt, dann darf auch ich nicht hintenan stehen.

    Die Idee zu dieser Kurzgeschichte kam mir während einer Wanderung letzten Dezember, als ich unvermutet von heftigen Schneefällen überrascht wurde. Nicht wie beschrieben in den Bergen, sondern bei mir um die Ecke. Schutz fand ich in einem Wanderheim, wo ich als einer von nur drei Gästen an diesem Tag zusammen mit Koch und Getränkeausschenker einen herrlichen Nachmittag verbrachte. Mit Philosophie, Wanderanekdoten und feucht-fröhlicher Geselligkeit.

    Gute Unterhaltung.






    SPUREN IM SCHNEEE


    Fetischstory von lycwolf






    So langsam wurde der Schneefall ungemütlicher, je höher er Richtung des Gipfelkamms aufstieg.

    Dabei hatte es heute morgen noch so malerisch begonnen.


    Als er die Pension verließ, lag das Tal noch in Dunkelheit. Doch an der gegenüberliegenden Bergflanke zeichneten sich bereits die ersten Vorboten der Morgenröte ab. Er mochte diese stillen Momente, wenn die Natur noch weitgehend schlief.


    Alle paar Jahre unternahm er diesen Kurztrip Ende Januar an den vorderen Alpenrand. Die Berge waren hier nur knapp über tausend Meter hoch und im Gegensatz zu ähnlichen Tälern befand sich dieses nicht fest in der Hand des Skitourismus. Natürlich fanden sich hier auch im Winter Wanderurlauber wie er, doch hielt es sich wegen des unvorhersehbaren Wetters in Grenzen. Also relativ gemütlich.


    Sein Ziel war eine bewirtschaftete Berghütte, wo er eine Übernachtung eingeplant hatte. Entsprechend ausgerüstet war er mit geeigneter Kleidung und einem gut gepackten Rucksack. Den Weg kannte er sehr gut, hatte er diese Tour doch schon häufiger unternommen.

    Die niedrigen Nachttemperaturen sorgten für Raureif, welcher der Wintervegetation eine Anmutung von Juwelen verlieh. Dieser Glitzereffekt wurde umso deutlicher, als sich nach etwa einer Stunde die Sonnenstrahlen in den Eiskristallen spiegelten. Ein Glanz der sich am ehesten mit seinen neuen Lycra-Leggings vergleichen ließ. Anstelle der unerlässlichen Thermo-Unterwäsche zog er eine Kombination aus einer dichten 60-Den Strumpfhose und der erwähnten dunkelgrünen Leggings vor. Der wärmende Effekt war der Gleiche und darüber hinaus konnte er seine Lieblingstextilien tragen. Eigentlich war diese Gymnastikhose eher schlicht, wie das Meiste seiner Lycra-Garderobe. Er besaß sie erst seit kurzem und obwohl sie heute einen praktischen Einsatz erfuhr, bedauerte er sich nicht an ihrem seidigen Glanz erfreuen zu können.


    Etwa in der Hälfte des Berghangs bot sich die Gelegenheit für eine kurze Rast. Der Blick ins jetzt sonnendurchflutete Tal entschädigte die Mühen des Aufstiegs. Von hier aus ging es weiter Richtung Bergsattel. Der Baumbewuchs wurde spärlicher bis schließlich nurmehr weite Grasflächen blieben, aus denen zunehmend ausladende Gesteinsbrocken heraus ragten.

    Der Weg zog gemächliche Schleifen und Windungen. Ideal um den Kopf frei zu bekommen von Alltagsstress. Die Musik seines Audioplayers unterstützte dies vortrefflich. Der repetitive Charakter von Max Richters ruhigen, ambienten Klassikstücken lenkte nicht von der grandiosen Naturkulisse ab, sondern fügte sich perfekt ins Gesamtbild ein.


    In den kahlen Regionen, nahe der 1000 Meter Grenze schlug das Wetter um und es wurde windiger. Kein Problem, denn er war entsprechend angezogen. Dennoch musste er sein Mittagsvesper im Stehen im Schutz eines Felsvorsprungs einnehmen. Kurze Zeit später erreichte er die Kreuzung, wo der Weg vom Nachbartal herauf kam. Im Sommer immer ein Treffpunkt der Massen, doch heute war er hier alleine. Angesichts des immer widriger werdenden Wetters bot sich an hier abzusteigen oder den Rückweg anzutreten. Andererseits war die Strecke zum Ziel mittlerweile kürzer als der Rückweg und so blieb er der eingeschlagenen Richtung treu.


    Blöde Idee, dachte er sich als keine halbe Stunde Später auch noch Schneefall einsetzte. Die malerische Bergwelt begann ihr unfreundliches Gesicht zu zeigen. Windböen trieben ihm immer wieder Eiskristalle in die Augen und er wünschte sich eine Schutzbrille mitgenommen zu haben. Immerhin hielt ihn seine Zusatzunterwäsche aus Leggings und einem langärmligen und hoch geschlossenen Gymnastikanzug angenehm warm.


    Im immer stärkeren Schneetreiben konnte er den nächsten Scheideweg kaum erkennen. Rechts ging es unter dem Berggrat entlang zu seiner anvisierten Hütte. Links lag nicht allzuweit entfernt eine weitere bewirtschaftete Alm. Er überlegte ob er abkürzen sollte, entschied sich aber für sein ursprüngliches Ziel.


    Dies stellte sich als die zweite blöde Idee dieses Tages heraus. Die weißen Flocken wurden nämlich immer größer und nasser und das Vorankommen zunehmend schwerer. Erst jetzt wurde er auf die ihm entgegen kommenden Fußspuren aufmerksam. Diese waren bereits leicht zugeschneit und wirkten deutlich kleiner als die eines stattlichen Wanderers. Nur diese eine Spur war zu sehen. Er musste sie - er ging einfach mal davon aus, dass es sich um eine Frau handelte - an der letzten Abzweigung knapp verpasst haben. Eine Frau alleine bei dem Wetter in den Bergen?, fragte er sich. Ungewöhnlich.


    Auf einmal wurden die jetzt stärker zugewehten Fußtapfen ungeordneter. Als wäre ihr Verursacher unschlüssig hin und her gegangen. Kurz darauf erkannte er auch den Grund dafür. Oberhalb des Pfads, an einem überhängenden Felsen hatte sich ein Schneebrett gelöst und den Weg etwa fünf, sechs Meter weit verschüttet. Er prüfte, ob er den kaum einsfünfzig hohen weißen Berg überklettern konnte. Doch das Zeug war in unterschiedlichen Gefrierzuständen und damit unberechenbar. Also zurück, dachte er. Genauso wie auch die Person vor ihm entschieden hatte.


    Im fahlen Licht des Spätnachmittags musste er aufpassen nicht schneeblind zu werden. Allerdings eher ein "Grey-Out" denn ein "White-Out". Die Sicht verschlechterte sich. Wären nicht letzte Reste der fremden Spur gewesen, hätte er eine halbe Stunde später beinahe den Abzweig verfehlt.

    Die Frau, er war mittlerweile der festen Überzeugung dass es sich nur um eine Frau handeln konnte, hatte die selbe Idee wie er, nämlich in der Almhütte Zuflucht zu suchen.


    Etwas am Boden buhlte trotz des Gestöbers aus Eiskristallen um seine Aufmerksamkeit. Fast ganz mit dem weißen Zucker bedeckt, lugte ein Zipfel Stoff ins letzte Licht des Spätnachmittags. Er zog an dem rot gemusterten Stoff-Fetzen, der sich sodann als quadratisches Seidentuch herausstellte das im Sturmwind flatterte. Ein typisch feminines Accessoire welches man als Halstuch oder auch als Kopfbedeckung benutzen konnte. Ob sie es verloren hatte? Wenn er keinen Besitzer ausfindig machen konnte, würde er es zumindest in der Hütte abgeben.


    Er beeilte sich trotz des unwegsamen Geländes, denn die einsetzende Dunkelheit drohte ihm die letzte Sicht zu nehmen. Mechanisch folgte er den schwächer werdenden Spuren. Seine Gedanken kreisten um die Unbekannte und in seiner Phantasie war sie ebenso wie er alleine unterwegs vom Wetter überrascht worden. Soweit mochte es realistisch sein. Doch darüber hinaus sah er sie nach einer Dusche in bequemen Lycrasachen sich vor einem knisternden Kaminfeuer aufwärmen. Ein Turnanzug? Ein Badeanzug als Unterwäsche vielleicht? Auf jeden Fall aber Leggings oder zumindest eine eng anliegende Laufhose.


    Diese abstrusen Gedanken vertrieben ihm die Zeit und ließen ihn die Kälte im Gesicht weniger spüren. Mittlerweile war es völlig Dunkel und seine Stirnbandlampe reichte nur wenige Meter weit in diesem Schneesturm. So staunte er nicht schlecht, als er unvermutet an der hölzernen Veranda des Hauses angelangt war, aus dessen kleinen Fensteröffnungen sich einladend warmes Licht in die Finsternis ergoss.


    "Du host fast die freie Wahl wos den Schlafplatz angeht", eröffnete ihm der Hüttenwirt nachdem ihn dieser begrüßt und er selbst seine Klamotten vom gröbsten Schnee abgeklopft hatte.


    Die Hütte schien erstaunlich komfortabel ausgestattet zu sein und das Zweierzimmer war auf jeden Fall angenehmer als einen Schlafsaal mit sieben weiteren Wanderern teilen zu müssen. Dusche und Toilette befanden sich direkt gegenüber in diesem Obergeschoss des Berggasthofs.


    Das heiße Wasser weckte seine Lebensgeister und machte ihn schnell vergessen, wie knapp er gerade schlimmerem entgangen war. Seine durchgeschwitzte "Unterwäsche" steckte er in einen Leinensack. Wechselgarnituren hatte er ja genügend in seinem Lycrafundus. Als Unterwäsche wählte er orangerote Radler und darüber einen dünnen blaugelben Badeanzug. Obwohl er bereits Jahrzehnte dieser Leidenschaft frönte, war es jedesmal wieder ein Gefühlsereignis wenn er Kleidungsstücke aus Lycra über seine nackte Haut zog. Die Oberbekleidung hielt er konservativer. Derartige Funktionskleidung war zwar nicht ungewöhnlich auf Wanderhütten, aber den Anblick schreiend bunter Gymnastiksachen wollte er möglichen anderen Gästen nun doch nicht aufdrängen. Deshalb begnügte er sich mit seinen anthrazitfarbenen Laufhosen, matt aber doch seidig und einem grauen Lycrashirt in ganz gewöhnlichem T-Shirt-Schnitt. Als Strümpfe hatte er reguläre, schwarze Baumwollsocken dabei, doch anstelle der obligatorischen Hüttenschuhe schlüpfte er in schwarze Leinenschläppchen mit weicher Filzsohle.


    So ausstaffiert begab er sich hinunter zur Gaststube, denn mittlerweile fühle er das Loch in seinem Magen immer größer werden.

    Der Raum erschien unerwartet groß. Vielleicht auch nur weil er nahezu leer war. Klassisches Holzmobiliar, ebenso klassische Holzbalkendecke und diverse gemütliche Nischen.


    "Do host fei noh amoi Glück g´habt, bei dem Sauweeder", begrüßte ihn eine sympathisch mütterliche Hüttenwirtin und stellte ungefragt den obligatorischen Jagertee vor ihm auf die Theke.


    Das hochprozentige Heißgetränk war genau was er jetzt brauchte.


    "Ja", stimmte er ihr zu, "das Wetter hat mich etwas überrascht."

    Er nahm eine tüchtigen Schluck.


    "Sei froh, dass´d do her kimma bist. Nauf zum Sennerhaus hot a Schneebrett den Weg blockiert. Da drüm, die Frau am Kamin hot´s erzäit. Die is dann zu uns kumma."


    Er nickte freundlich, gestand aber nicht dass auch er ursprünglich nicht hierher kommen wollte. Vielleicht wäre die Wirtin darüber beleidigt. Jedoch war sie bereits wieder auf dem Weg in die kleine Küche.


    "Mogst a wos essen?", rief sie vom Herd aus auf welchem sie in einer Pfanne etwas appetitlich duftendes zubereitete. "I moch grad Kasnudlen für die Dame. Magst auch a Pfanderl?"


    Gegen deftige Käsespätzle hatte er genauso wenig wie gegen den Jagertee und so bestätigte er das Angebot.


    Die "Frau am Kamin", hatte die Köchin gesagt. Also lag er mit seiner Vermutung doch nicht ganz falsch. Während er auf das Essen wartete, ließ er seinen Blick durch die Stube schweifen. Drüben am Fenster fand sich noch ein etwas älteres Paar. Frühes Rentenalter vielleicht. In der Mitte der langen Raumseite stand der typische Kachelofen mit einer Bank rundum und einem Tisch auf der ihm abgewandten Seite.

    Sie schien mit dem Rücken am Ofen zu lehnen, denn er sah lediglich eins ihrer Beine. Doch was er sah machte ihn neugierig. Eine Gymnastikhose in 80´ er Jahre Stil. Mattschwarz mit einem hellgrauen Streifen die gesamte Seite hinunter bis in die dicken Wollsocken hinein. Das Gesäß, welches der Streifen zusätzlich betonte, war wohlproportioniert und ging in elegantem Schwung in einen kräftigen Oberschenkel über. Der Rest des Beins abwärts war nicht minder attraktiv. Solch körpernahe Kleidung setzte eine reizvolle Anatomie einfach vorteilhaft in Szene.


    "So, bitt´schön. An Guad´n", holte ihn das Auftischen zweier Holzbretter mit je einer kleinen, gut gefüllten eisernen Pfanne darauf zurück in Hier und Jetzt.


    Er bedankte sich und meinte "Ich bring´s ihr rüber".


    Mit den beiden Portionen beladen ging er zum Kachelofen. Die Frau studierte intensiv eine Wanderkarte und ihre Haare verdeckten das Gesicht teilweise wie ein Vorhang. So abgeschottet erschrak sie etwas als er herantrat.


    "Du hattest Käsespätzle bestellt?", fragte er als er ihr die Mahlzeit servierte.


    Ein wenig verdutzt nickte sie und legte den Faltplan beiseite.


    "Darf ich dir Gesellschaft leisten?", fragte er worauf sie mit immer noch verblüffter Miene nichts erwiderte. Also setzte er sich einfach und fragte: "Überrascht dich der legere Ton? Oberhalb Tausend Meter ist es üblich sich zu duzen."


    Ein Lächeln trat auf ihr rundes, offenes Gesicht. "Nein, schon klar. Entschuldige, ich war zu sehr in die Karte vertieft und habe mit niemandem gerechnet." Sie streckte ihm die Hand entgegen. "Riccarda"


    "Stefan", erwiderte er ihren Händedruck. "Mit -f-, nicht -ph-".


    "Dann danke Stefan mit -f-, dass du mir das Essen gebracht hast", lächelte sie weiter gut gelaunt.


    Das war doch mal ein Anfang.


    "Ich geh´ mir noch was zu trinken holen, soll ich dir was mitbringen?", erkundigte er sich und nahm bereits ihr leeres Teeglas auf.


    "Gerne, sehr freundlich. Ein Weißbier käme mir gelegen."


    Nachdem er die Getränke gebracht und sich wieder gesetzt hatte, stießen die beiden an und befriedigten danach erst mal die kulinarischen Notwendigkeiten. Als das Sättigungsgefühl begann, war zwischen den Bissen wieder mehr Zeit für Konversation.


    "Riccarda", fragte er, "Du warst vorhin in die Karte vertieft. Planst du für morgen den Rückweg oder steigst du noch weiter auf?"


    "Letzteres. Ich muss nämlich morgen schon wieder zurück. Eigentlich wollte ich woanders hin, aber das Wetter hat nicht mitgespielt Jetzt brauche ich eine Alternativroute."


    "Dann waren es also doch deine Spuren, die ich erst bis zur Schneeblockade verfolgt habe und die mich letztlich hierhin gebracht haben."


    "Ach", meinte sie erstaunt, "du warst also auch auf dem Weg zum Sennhaus?"


    Er nickte während er die letzten Bissen der Nudeln kaute.


    "Ich muss etwa eine Stunde vor dir hier gewesen sein", fuhr sie fort, "Es wurde gerade Dunkel und ich war so durchgefroren, dass ich dachte nie wieder warm zu bekommen."


    Mit diesen Worten schmiegte sie sich wohlig an die handwarme Außenfläche des Kachelofens.


    "Um diese Jahreszeit muss man hier schon mit abrupten Wetterwechseln rechnen", erklärte er ihr, "Aber so heftig habe ich es auch noch nicht erlebt."


    Beide räumten ihr Geschirr beiseite und wandten sich wieder ihrem Bier zu.


    "Wie kommt es, dass du alleine hier unterwegs bist?", wollte Stefan wissen. "Also wenn du mir diese Indiskretion erlaubst, schließlich sieht man das eher selten."


    "Ach, ich bin halt sehr selbständig", antwortete seine Tischnachbarin und wischte sich den Schaum von der Oberlippe. "Und außerdem bist du ja auch alleine, oder?"


    "Stimmt", gab er kleinlaut zu und ermahnte sich nicht immer von überholten Rollenklischees auszugehen.


    Die Mahlzeit war anscheinend mit der Intention den Getränkeumsatzes anzukurbeln gewürzt gewesen, denn sein Glas war bereits geleert. Auch sie hatte nur noch einen Rest und er fragte sich, ob er für Nachschub sorgen sollte. Doch sie nahm ihm mit ihrer direkten Art die Entscheidung ab.


    "Ich geh´ mal umtauschen", meinte sie und schnappte sich sein Glas im aufstehen. "Das werd´ ich reklamieren", setzte sie grinsend hinzu, "Die Gläser haben ja ein Loch. Kein Wunder, dass sie so schnell leer sind."


    Er lachte und sah ihr zur Theke hin nach. Kein Barbie-Püppchen. Eher ein gestandenes Weibsbild, wie man hier wohl sagen würde. Er fragte sich, ob sie unter ihrem weiten Strickpullover ebenso kurvig war wie an ihrem Fahrgestell. Ihre perfekt sitzende Gymnastikhose machte ihn ganz wuschig und so dachte er bereits darüber nach, wie sich diese Oberfläche wohl anfühlen mochte.

    Ihm ging es großartig. Sauber, warm und satt - was wollte er mehr verlangen. Noch dazu in solch anregender Gesellschaft.


    Zufrieden lehnte er sich zurück und legte die Beine bequem übereinander auf den Nachbarstuhl. Ob er sie vorsichtig auf Lycra ansprechen sollte? Immerhin machte sie nicht den Eindruck als könne ihr das Probleme bereiten.


    "Zieh´ mal die Haxen an, du Turnknabe", forderte sie ihn auf den Weg zur Ofenbank frei zu geben und stellte zwei frische Halbe auf den Tisch.

    "Wie hast du mich gerade genannt?", hake er nach, das Unschuldslamm spielend.

  • Als passionierter Wanderer kann ich mir die Stube in der Berghütte sehr gut vorstellen, ebenso den gekachelten Ofen in der Mitte. Der Geruch des Essens liegt mir förmlich in der Nase. Verdammt, ich habe richtig Hunger bekommen, als ich das las. Nicht nur aufs Essen ... auch ich würde ebenso gerne wie Stefan mit f in Erfahrung bringen, wie sich denn diese Gymnastikhose anfühlt.


    Ich freue mich auf die Fortsetzung.

  • Das hast du wieder toll geschrieben und alles ist wieder offen wie die Geschichte aus geht, ist sie eine Tanzmaus oder Gardemädchen mag sie auch Lycra oder kommt ihr euch näher?

    Ich freue mich schon auf die Fortsetzung, auch ich habe mal einsame Spuren verfolgt.ALIM9538.JPG

    Gruß

    Lisa-Marie

    Lisa-Marie mag enganliegende Kleidung am liebsten von Kopf bis Fuß

  • Vielen Dank euch allen, dass es euch gefällt.

    Anscheinend habe ich eine gute (gemeine) Stelle für den Split gefunden.


    Wolpertinger "Do host fei Recht, schaun mer moi."

    Lisa_Marie1972 So ähnlich könnte man es illustrieren, außer dass die Hütte natürlich größer ist und das Wetter richtig mies.

    manujaja Gelenkig wird´s noch, allerdings nicht unbedingt gymnastisch.

  • Dann möchte ich euch auch nicht unnötig warten lassen. Es geht nahtlos weiter.




    "Na, mit deinen Leggings und den Schläppchen siehst du mehr nach Turner denn nach Wanderer aus. Und dein Shirt...", sie brach ab, beugte sich zu ihm und fasste ganz ungeniert an seinen kurzen Ärmel. "Ist das Trikotstoff? Fühlt sich fast so an wie ein Turnanzug."


    OK, dachte er. Diese Hürde wurde im Sturm überwunden.


    "Ist auch aus Lycra, falls du das meinst", antwortete er.


    "Find´ ich scharf", sagte sie, setzte sich wieder und trank einen Schluck. "Ich meine, die Klamotten", relativierte sie. "Also ... du weißt schon ...was ich sagen will."


    Stefan winkte ab. "Schon gut, schon gut, ich hab´s verstanden."


    Sie mussten beide ungewöhnlich heftig kichern. Das Bier, die überwundene Erschöpfung und die Höhenluft taten ihre Wirkung.


    "Nein im Ernst", erklärte Riccarda weiter, "mich machen solche Klamotten wirklich an." Dabei beugte sie sich wieder über den Tisch und fasste ungeniert an seine Lycrabrust. "Das fühlt sich einfach so scharf an, ich kann gar nicht genug davon kriegen."


    Beim loslassen ertasteten ihre Fingerspitzen den Träger des Badeanzugs unter seinem Shirt.


    "Hast du da ein Unterhemd drunter?", fragte sie fast abwertend.


    "Nicht ganz", gestand er leicht schüchtern und sah, wie ihre Augen zu glänzen begannen.


    Sie tippte auf den Platz neben sich auf der Bank und sah sich im Raum um, als wolle sie darauf achten niemanden zu belästigen. "Komm, setz´ dich zu mir", hauchte sie verführerisch.


    Die Kacheln an der Ofenbank strahlten viel Hitze ab. Oder war es diese unerwartete Situation die seine Körpertemperatur steigen ließ? Riccarda jedenfalls schien sich wohl zu fühlen und ließ ohne Zögern ihre Finger seine muskulösen Leggings-Beine erkunden.


    "Zurückhaltung ist nicht so ganz deins?", fragte Stefan wenngleich ihre Berührungen genau das waren wonach es ihn gelüstete.


    "Warum auch", antwortete sie, "Schließlich sind wir erwachsen und du wirst nicht behaupten wollen, dass das nicht in deinem Sinne ist.


    Mit diesen Worten fuhr sie unter sein Shirt und riss erstaunt den Mund auf. "Ein Badeanzug? Hab ich´s doch gewusst dass du ein Vollblut-Lycraträger bist. Findet man sehr selten."


    Irgendwie fehlten ihm gerade die Worte. Andererseits, warum sollte er diese angenehme Situation zerreden? Er machte sich lediglich Sorgen darüber, ob ihr beider Verhalten noch angemessen sei.


    "Wollen wir das Weitere nicht ein Stockwerk höher besprechen?", fragte er deshalb noch bevor Riccarda ans "Eingemachte" gehen konnte.


    Verständnisvoll nickte sie und fragte "Zu dir oder zu mir?"


    Umgehend brachen sie auf und brachten ihr Geschirr zur Theke zurück an der mittlerweile wieder der Hüttenwirt stand der ihm vorhin den Zimmerschlüssel ausgehändigt hatte.


    Diese grinste ihn schelmisch an: "Soll ich eich besser auf a g´meinsam´s Zimmer bucha?"


    Offenbar war ihm das Knistern zwischen den beiden Wanderern nicht entgangen.


    "Ja, wir beziehen mein Doppel", rief Riccarda wieder in ihrer direkten Art bereits von der Treppe herab.


    Stefan konnte sich nur in die Entscheidung fügen.


    "Brauchst dei Zeig net umrahma", fügte der Wirt hinzu, "Heit kimmt eh koana mehr".


    "Äähm, wieso eigentlich nicht in mein Zimmer?", erkundigte er sich am oberen Ende der Treppe.


    Riccarda drehte sich um. "Entschuldige", meinte sie als ihr bewusst wurde, dass sie ihn überrumpelt hatte. "Ich bin es so sehr gewohnt unabhängig zu handeln und mich um meine Belange selbst zu kümmern. Oft geht mir dabei durch, dass ich andere damit vor den Kopf stoßen könnte."


    Eigentlich machte es ihm gar nicht so viel aus. Endlich mal eine die klar macht was sie will und eigenverantwortlich für sich selbst einsteht. Insgeheim bewunderte er sie dafür.


    "Aber meine nötigsten Sachen darf ich schon noch holen, oder?", fragte er mit einem breiten Grinsen und verschwand in seinem Zimmer am Ende des Flurs.


    Zwar meinte der Hüttenwart er brauche nichts umzuräumen, aber zusammen mit seiner Kulturtasche konnte er auch noch schnell seinen Rucksack schnappen und hatte somit alles bei sich.

    Als er nach wenigen Minuten in das von ihr bezogene Zimmer kam, kramte sie gerade in ihren Sachen, die sie aus dem eigenen Rucksack heraus geräumt hatte.


    "Suchst du was bestimmtes?", wollte er wissen und dachte dabei eher an Kondome oder ähnliches.


    "Nein, nichts allzu wichtiges, aber ich musste ja die Wartezeit auf meinen Turnboy überbücken", warf sie ihm gespielt vor.


    "Na warte, du ..."


    Er ließ seine Sachen in die Ecke fallen und stürmte auf seine neue Bekannte zu. Sein Schwung warf beide in die Koje, wo er sofort anfing sie am ganzen Körper zu kitzeln. In den kurzen Verschnaufpausen, während sie ausgelassen wie Teenager herumalberten, verlieh er seiner Kitzelattacke Nachdruck mit den Worten: "Glaubst du denn ich lasse dir alles ungestraft durchgehen?"


    Unter weiterem Kitzeln schob er ihr den Strickpullover über den Kopf und enthüllte so ihre Unterwäsche.


    "Was ist?", fragte sie als er plötzlich wie versteinert inne hielt.


    Aber er war kurz perplex um zu Reagieren. Als blicke er in einen Spiegel und wäre überrascht sein Ebenbild zu sehen. Es war der gleiche Blau-Gelbe Badeanzug den er selbst unter seinem Lycrashirt trug. Flugs hatte er selbiges abgestreift, was ihr ein: "Du Dieb, du hast meine Unterwäsche gestohlen", mitsamt einer Kitzel-Revanche einbrachte.

    Jetzt war sie es, die ihm den Atem raubte indem sie ihn mit geschickten Fingern in den Seiten seines Lycra-Anzugs zum Lachen brachte. Unmöglich sich ihr zu entwinden, bis sie nachlässig wurde um genauer zu betrachten ob es sich tatsächlich um das Gleiche Modell handelte.


    Stefan nutzte das schamlos aus und gewann wieder die Oberhand. Irgendwann kapitulierte sie und sie lagen beide nach Luft schnappend nebeneinander.


    "Genug, genug", japste sie "Ich ergebe mich."


    Er ging dazu über das Gewebe ihres Badeanzugs sanft zu streicheln und rief damit ein katzenhaftes Schnurren hervor.


    "Weißt du?", begann Riccarda, "Als ich dich vorhin sah in deinen Lycrasachen dachte ich mir schon, dass du mehr darin siehst als nur "Funktionskleidung". Aber dass du ein wahrhaft kompletter Lycrafan bist, hatte ich nicht geahnt. Auf einen Badeanzug - noch dazu "meinen" Badeanzug - hätte ich nicht getippt."


    Dabei schmiegte sie sich an seine Lycrabrust und erwiderte sein kraulen.


    "Also", fragte er erneut, "was hast du vorhin so dringend gesucht?"


    "Ach", antwortete sie und blickte dabei an die Decke der gemütlichen Kammer, "Ich vermisse mein Halstuch. Vermutlich habe ich es verloren, dass es mir aus der Tasche gefallen ist oder so."


    Es schien als wäre ihr das wichtig gewesen.


    "War es wertvoll?", erkundigte er sich und schlang dabei sein Lycrabein um das ihre.


    "Nein, eigentlich nicht. Es hat nur persönliche Bedeutung, denn es stammt noch von meiner Mama."


    Er schob seinen Arm unter ihren Nacken und streichelte einige Augenblicke lang ihren entblößten Arm, der während der Ruhephase abzukühlen begann. Da sie nichts weiteres preisgeben wollte und er es nicht schicklich empfand nachzubohren, küsste er sie auf die Wange und löste sich zum Aufstehen von ihr.

    Sie war erstaunt darüber, denn sie wusste nicht was er vorhatte.


    "Ich glaube, ich kann dir aushelfen", dozierte er leicht hochtrabend und beugte sich ihr abgewandt über seinen Rucksack. Dann zog er schwungvoll beim Umdrehen das Rot gemusterte Tuch hervor und breitete es in der Luft aus. Flugs kam sie auf dem Bett angekrochen und fasste ihr bereits verloren geglaubtes Erbstück erleichtert an.


    "Ich bin vorhin zufällig darüber gestolpert und dachte mir, ich nehm´s mal mit. Vielleicht vermisst´s ja jemand."


    Riccarda zog Stefan zusammen mit dem Halstuch wieder zu sich aufs Bett und küsste ihn innig. Das Textilstück musste ihr doch sehr viel bedeuten.

    Während der weiteren Umarmung achteten beide sehr darauf, auch ja immer ihre seidig verhüllten Beine aneinander zu reiben. Das Zirpen beim gegeneinander gleiten welches das Lycra erzeugte, wirkte regelrecht aphrodisierend. Sowohl das Gefühl wie auch das Geräusch.


    "Hast du noch was drunter?", erkundigte sich Riccarda als ihre Füße immer wieder an seinen Tights entlang glitten.


    Er ließ etwas von ihr ab. "Willst du es sehen?", fragte er sie nicht wirklich verblüfft.


    Sie nickte und biss sich dabei in erregter Erwartung auf ihre Unterlippe.


    Nun gut, dachte er sich und kletterte aus der Schlafstätte. Vor seinem Rucksack beugte er sich hinab um Schläppchen und Socken auszuziehen. Dabei kehrte er ihr wieder seine Rückseite zu, was ihr alles andere als unrecht war.

    Mittlerweile aufrecht im Bett sitzend, beobachtete sie sein Hinterteil intensiv beim Bücken und konnte gar nicht genug vom Ausblick auf perfekt anliegendes Lycra bekommen.


    "Sei nicht so unordentlich. Räume deine Sachen sauber beiseite", hieß sie ihn und er wusste nicht was das nun wieder sollte. Also bückte er sich erneut und legte alles fein säuberlich neben seinen Rucksack.

    Er konnte sich keinen Reim darauf machen, warum sie kicherte. Also begann er seine Leggings abzustreifen und entblößte dabei die orangeroten Radler. Wie eine zweite Haut umspannten sie seinen Podex und Riccarda stand der Mund offen.

    Stefan ließ den dünnen aber durch seine Seidigkeit schwer anmutenden Stoff der Laufhose zu Boden fallen und wollte gerade wieder zu ihr aufs Bett kriechen, als sie ihn erneut zur Ordnung ermahnte: "Leg doch die Leggings ordentlich zusammen, sonst gibt das so hässliche Knitterfalten."

    Was für ein Quatsch. Das Zeug glättet doch am Körper. Aber nun gut, dachte er. Was immer sie mit ihrer Pedanterie bezwecken wollte, er tat ihr den Gefallen. Wieder beugte er sich hinab um die Leggings aufzuheben, als ....

  • Sehr schön. Ich hätte es nicht gedacht, dass es so flott bei den beiden abläuft. Aber auch diese Geschichte ist es unbedingt wert zu lesen, sie ist ein echter Lycwolf, die Handlung schlägt unvermittelte Richtungen ein, bleibt spannend, und hört abrupt mittenmang auf. Böser Lycwolf.

    (Hihi!)

    :) Desi-Badeanzug-HP und Nereida Drei auf desi.tervara.de :)

  • Um euch den Einstieg ins Wochenende zu versüßen, dann also auch den letzten Teil der Geschichte.

    (Ja, ich weiß es geht ziemlich zur Sache bei den Beiden, aber wenn man mal so im Schreibfluss ist ...)





    "Du Luder!", rief er erzürnt als ihm dämmerte, dass sie lediglich seinen Hintern begaffen wollte, immer wenn er sich bückte.


    Er ließ die Tights wieder fallen und war mit einem Satz wieder auf dem Bett, wo er sich ihrer Abwehr zum Trotz sofort in ihre Blau-Gelben Lycraflanken krallte um sie ausgiebig zu kitzeln. Erst nachdem seine Gespielin vor lauter Lachen kaum noch Luft bekam gönnte er ihr eine Verschnaufpause.


    Immer noch kichernd und japsend stieß sie hervor: "Du hättest dein Gesicht sehen sollen .... dabei ging es mir doch nur um deinen Knackarsch."


    Mit diesen Worten fasste sie eben diese Stelle an seiner Radlerhose an und er spürte wie kräftig ihre Finger zupacken konnten. Als krallte sich eine Ertrinkende fest, zog sie ihn auf sich. Dann glitten ihre Hände, nun deutlich sanfter, weiter nach oben und untersuchten die bloßen Hautstellen zwischen den Trägern seines Badeanzugs. Gleichzeitig umklammerten ihre lycrabekleideten Schenkel seine Hüften.

    Er war gefangen. Gefangen mit dem Gesicht in einer Berglandschaft aus glatter Kunstfaser. Er küsste das Lycra-Tal zwischen den beiden Zwillingsgipfeln und glitt weiter hoch um ihren Hals zu küssen.


    Riccarda´s Klammergriff ließ nach und er schob sich von ihrem bebenden Synthetikleib zur Seite herunter um den prallen Badeanzug zu kraulen. Dann wanderten seine Finger tiefer an jene Stelle, an der sich der Bund ihrer Leggings unter dem Stoff des Schwimmbodys abzeichnete. Der ausgeprägte Unterleib in seiner schimmernden Hülle aus Blau und Gelb faszinierte ihn. Vom Bauchnabel, der nur eine kleine Delle unter den beiden Schichten schimmerndem Stoffs war, abwärts über eine gleichmäßig gerundete Fläche perfekter formaler Eleganz.


    Sie bebte unter seinen Berührungen und hatte jegliche Gegenwehr aufgegeben. Weit gespreizt gab Riccarda ihren Lycraleib seinen Händen hin. Die Enge ihrer Kleidung führte zum deutlichen Abzeichnen des Lusthügelchens. Doch noch vermied er die direkte Berührung. Vielmehr umspielte er die Region und wandte sich mit den Fingerspitzen den Innenseiten ihrer kräftigen Schenkel zu. Die Innennaht ihrer Leggings war bis zum Platzen gespannt, so perfekt saßen sie. Dieser Naht folgte er mit der Hand stückweise hinunter bis zum Beinabschluss und in umgekehrter Richtung vom andern Bein an wieder aufwärts. Wieder an der glänzenden Erhebung zwischen ihren Beinen angekommen, begann sie leise zu wimmern, was sich noch verstärkte als er besagte Stelle an den alleräußersten Rändern flüchtig berührte.


    Doch so einfach wollte er es ihr nicht machen. Wenn sie so gleichberechtigt und unabhängig war wie sie sich gab, wollte auch er etwas davon haben.


    "Sagen deine Freunde eigentlich Riccarda oder Rikki?", fragte er vollkommen ohne jeden Zusammenhang zu seinen Handlungen von eben.


    Er legte sich entspannt neben sie und irgendwie hatte sie noch gar nicht mitbekommen, dass er ihr noch keine Erlösung zukommen lassen wollte.


    "Was soll denn das jetzt?", herrschte sie ihn fast zornig an.


    Stefan grinste sich eins und bekam dafür das Kopfkissen ins Gesicht. Die zweite Runde des Kitzelkampfs war eröffnet. Doch trotz ihrer Wut dauerte dieser Schlagabtausch nicht so lange wie der Erste und ging in weiteres Kuscheln und Streicheln über.


    "Nein im Ernst jetzt", knüpfte er an seine Frage an. "Nennt man dich Rikki?" Ein alter Song von 10cc dudelte in seinem Kopf. ... ´Rikki don´t lose that number ...´


    "Bloß nicht", wehrte sie ab. "Ich meine, ja, natürlich sagen manche Rikki, aber das mag ich nicht so."


    "Ach", kommentierte Stefan. "Das wundert mich aber. Rikki ist doch ein schöner Spitzname."


    "Schon, aber es geht einem irgendwann auf den Geist wenn jeder meint einen alten Hippie-Song dazu trällern zu müssen."


    Betreten sah er zur Decke. Als sie das bemerkte schwang sie sich rittlings auf ihn und konfrontierte ihn mit: "Dir steht das Lied doch auch schon ins Gesicht geschrieben. Gib´s zu."


    Verlegen sagte er "Ich ... ähhm ... och ... äh ...gar nicht."


    "Du miserabler Lügner", schalt sie ihn, begann aber dennoch sanft seine Lycrabrust zu kraulen.


    Stefan fühlte seine steigende Erregung durch Riccarda´s Berührungen. Wohlige Schauer durchfluteten seinen Körper als sie sich in niedere Gefilde vorarbeitete.

    Doch er hatte es sich wohl selbst zuzuschreiben, dass sie das Wesentliche ausließ und stattdessen ebenso wie er vorhin mit seinen Beinen weitermachte. Was zwar auch schön war, nur hätte er jetzt ganz gerne ihre Fingernägel an einer anderen Stelle des Lycras gespürt.


    "Na wie gefällt dir der Löffel deiner eigenen Medizin?", neckte sie.


    "Wenn du mich weiter am ausgestreckten Arm verhungern lassen willst, fange ich an zu singen", drohte er und begann mit: "Rikki don´t lose that ..."


    Weiter kam er nicht weil sie wie eine Sprungfeder wieder zu ihm hoch schnellte und seinen Mund mit ihren weichen, warmen Lippen verschloss.


    "Schhh", sagte sie als sich ihre Lippen wieder trennten. "Waffenstillstand."


    Ihr schimmernder Lycrakörper schmiegte sich an seinen und mit einer Jungmädchenstimme flüsterte sie: "Hab mich einfach nur lieb."


    Trotz aller Unabhängigkeit war sie also doch noch ein Mädchen. Stefan ließ Gnade vor Recht ergehen und nahm sie zärtlich in den Arm. Er zog die Decke über ihren kühlen Rücken. Sie schloss die Augen und er bedachte jeden Quadratzentimeter ihres seidig umhüllten Oberkörpers mir Streicheleinheiten. Sie tat es ihm nach und für eine Weile war nichts zu hören außer den zirpenden Geräuschen von Fingernägeln auf Chemiefasern.


    Dann begann sie ihn mit Küssen zu bedecken. erst sanft und kaum fühlbar erkundete sie mit ihrem Mund den Stoff der ihn bedeckte. Im Kellergeschoß bei der Rohrinstallation angekommen wurden die Küsse intensiver. Schließlich war das Ziel hier durch zwei Schichten Lycra von ihr getrennt. Jetzt schob sie ihre Hände unter jenen Hintern, den sie vorhin schon bewundert hatte und krallte sich in das orangerote Lycra an seinen Hinterbacken.

    Stefan verlor fast die Besinnung als er die zunehmende Feuchte ihrer Küsse durch das Gewebe wahrnahm. Vor allem aber, weil für sein Gehirn kaum noch Blut übrig war, da es an anderer Stelle gebraucht wurde. So angenehm mehrere enge Lycraschichten zuweilen sein mochten, momentan tat er sich schwer dagegen anzukämpfen.

    Ähnlich wie Riccarda's Manipulationen musste es sich anfühlen, wenn man versucht einen verstopften Abfluss mit einem Gummipömpel wieder frei zu bekommen. Zu gerne hätte er ihr in diesem Moment ebensolche Freuden bereitet, doch er hatte keinerlei Kontrolle mehr über sich und seine Extremitäten. Das wohlbekannte zuckende Gefühl durchfuhr seinen überreizten Unterleib wie er es schon lange nicht mehr gespürt hatte.


    Als die kurzfristige Dämmerung sich wieder aufklarte, lösten kraulende Fingerspitzen auf seinem nicht mehr trockenen Badeanzug nochmals heftige Nachwehen aus. Dann erst ließ sie von ihm ab. Er war noch nicht so ganz wieder bei sich, als sich seine Zunge mit der ihren verband als müssten sie ihr gesamtes Körpergewicht tragen. Das was er empfand konnte man nur mit tiefer Dankbarkeit umschreiben. Doch schon bald kehrte sein Pflichtbewusstsein zurück in seine kurzzeitig außer Gefecht gesetzten Gedanken.


    Stefan wechselte mit Riccarda die Position, so dass jetzt sie unter ihm lag und er zwischen ihren Unterschenkeln kniete. Wie zum Liegestütz platzierte er seine Hände auf die Flanken ihrer fraulichen Hüften. Dann schob er seine Finger langsam und mit einigem Druck an ihrem prallen Oberkörper hoch, ertastete dabei jedes Detail ihrer erregenden Anatomie. An ihren Achseln angekommen berührte nicht nur sein vor wenigen Augenblicken explodiertes Lustzentrum ihren Unterleib, sondern auch seine Lippen die ihren. Er knabberte sanft an ihrer Unterlippe und spürte den kaum wahrnehmbaren Flaum feinster Härchen auf ihrer Oberlippe.


    Riccarda stöhnte. Das heißt, ein Stöhnen war es eigentlich nicht, eher ein wimmern voller Wohlgefühl. Dann zog er sich auf gleiche Weise in entgegengesetzter Richtung zurück, wobei er auch die beiden Grapefruits unter dem Kunstfasergewebe in seine Druckmassage mit einbezog. Ebenso ihre Taille, welche er im richtigen Maß zwischen zu sanft und zu fest bearbeitete.

    Als nächstes massierte Stefan ihre ausladenden (oder besser einladenden?) Oberschenkel. Der Glänzende Lycrastoff der sie umfloss war ein Lehrstück für gleichmäßige Beschichtung. Über die Außenseiten der Schenkel, wo die Seitenstreifen verliefen, glitten seine Prüfsonden wieder nach oben über die Hüfte bis zur Taille. Gleichzeitig senkte sich sein Kopf hinab ins Tal der Lüste.


    Als sie seinen warmen Atem durch die Lycraschichten spürte streckte sie sich wohlig, wodurch der Stoff ihres Badeanzugs noch enger ihren Schritt bespannte. Von seiner gegenwärtigen Position hatte er einen herrlichen Ausblick auf eine Lycrafurche mit beim Pflügen aufgeworfenen Hügeln an den Seiten. Darüber wölbte sich ihr schimmernder Unterleib in einer atemberaubenden Kurve und am Horizont war ein Lichtreflex in der Delle ihres Bauchnabels zu sehen. Er küsste sie sanft auf die Lippen, nicht auf den Mund und Riccarda begann zu schnurren wie eine Miezekatze. Kurz schloss sie reflexartig seinen Kopf mit ihren Beinen ein, entspannte sich aber umgehend wieder.


    Stefan fuhr die glänzenden Stoffhüllen der Erdauswürfe der Furche mit seiner Nasenspitze nach und verstärkte damit ihr Schnurren. Mehr und mehr entwickelte sich hier ein tropisches Klima und beim nächsten Kuss benetzte ihr durch das Gewebe dringender Nektar seine Lippen. Wieder schloss sie die Beine, diesmal mit etwas mehr Druck und ihre Katzenlaute wurden wieder zum winseln. Da er fürchtete von ihrer nächsten Kontraktion zerquetscht zu werden, beschloss er sein Haupt auf einen ihrer herrlichen Schenkel zu betten und weitere Manipulationen seinen geschickten Fingern zu überlassen.


    Riccarda's Hand begann abwesend und mechanisch seine Haare zu kraulen, während sein Zeigefinger mehrere Rundgänge um ihr überreiztes Allerheiligstes unternahm. Ihr Winseln klang etwas erstickter, als ob sie sich selbst dabei auf jene Unterlippe biss, welche er vor wenigen Augenblicken kosten durfte.

    Sie war schon lange soweit, und Stefan bog auf die Zielgerade ein. Mit seinem seit langem perfektionierten "Drei Zinken Griff" tastete er die feuchtwarme Ackerfurche von oben bis unten ab. erst sehr sanft, fast nur ein Hauch. Danach mit zunehmendem Druck. Das Reiben dieser hochsensiblen Areale unter den zum Reißen gespannten Lycraschichten. entlockte Riccarda einen spitzen Schrei, der abrupt abbrach, als sie ihre freie Hand auf den Mund presste.

    Erneut eine Kontraktion voller Lust. Seine Manipulationen wurden intensiver und sie schob ihm ihren Unterleib fordernd entgegen. Jede ihrer stoßartigen Ausatmungen wurden jetzt begleitet von einem wimmernden Quieken, welches sonst nur in einschlägigen asiatischen Videoclips zu hören war. Mittlerweile entwickelte sich sein dreifingeriges Reiben zu einem regelrechten Kratzen und unter kräftigem Stöhnen schüttelte sich Riccarda's ganzer Körper unkontrolliert. Mit einem beherzten Griff in ihr Honigtöpfchen kam nun auch sie zur Eruption.


    Diese Wellen benötigten lange bis sie abebbten. Unterdessen erschien sie wie bewusstlos.

    Stefan zog die Decke über sie beide, denn schon länger hatte er bemerkt wie das immer noch unkontrolliert zuckende Stück Lycra auskühlte. Sie blickte ihn erschöpft aber glücklich an und wischte ihm die Haare aus dem Gesicht.

    Gerade wollte sie etwas sagen, da schüttelte sie ein Nachbeben, während dessen Ausklang sie sich an ihm festklammerte und das Bett zu klappern begann.

    Ihre Haut ist kühl aber innerlich ist sie immer noch heiß, dachte Stefan und beobachtete die ungewöhnlich heftige Reaktion. Einen Moment später meinte sie: "Das war genau was ich jetzt br ...", doch weiter kam sie nicht weil sie ein drittes Mal durchgerüttelt wurde. Riccarda presste in Ekstase ihre Beine zusammen und Stefan hielt sie so gut er konnte fest.


    Dies war der letzte Schub und Momente später kam sie zur Ruhe. Worte waren jetzt fehl am Platz und eine tiefe Verbundenheit ersetzte die Sprache. Fest umschlungen schliefen sie erschöpft ein.


    Es war spät als er am nächsten Morgen aufwachte. Die Sonne schien durch das kleine rustikale Fenster als hätte es den Schneesturm von gestern nie gegeben. Stefan tastete neben sich nach Riccarda, doch ihre Seite des Betts war leer. Womöglich war sie schon beim Frühstück, dachte er und beeilte sich mit dem Anziehen um ihr Gesellschaft zu leisten.

    Mann hatte er einen Kater. Nicht vom Alkohol, bestimmt nicht. Doch so ausgelutscht hatte er sich schon lange nicht mehr gefühlt.


    Im Gastraum des Berghoffs befand sich lediglich das ältere Ehepaar von Gestern. Er wandte sich an die Wirtin: "Haben sie meine Begleiterin von gestern gesehen?"


    "Die junge Dame?", fragte sie zurück. Wohl mehr zur Bestätigung. "Die is scho in aller Fria aufbrochen. Kannt scho a anderthoibe Stund her san. Mogst a Brotzeit?"


    Er nickte und setzte sich an den erstbesten Tisch. Warum haut sie einfach so ab?, fragte er sich. Sind wir etwa keine Seelenverwandte? Stefan holte sich mechanisch eine Kaffee an der Theke ab als ihm die Hüttenwirtin einen Zettel zusteckte. "Do, schau. Sie hot dir a Nachricht daloss´n."


    "Danke", quittierte er, setzte sich wieder an den Tisch und faltete das Papier vorsichtig auseinander.


    Hallo Stefan, stand dort und der Kugelschreiber hatte mehrfach das "f" nachgezogen,

    Nicht sauer sein, aber ich musste früh weg und hab dich nicht wecken wollen. Eigentlich hätte ich noch warten können, aber ich hab´s nicht so mit Abschieden. Ich muss beruflich acht Wochen nach Neuseeland und kann nicht sagen ob und wie ich erreichbar sein werde. Wenn du danach nicht allzu böse auf mich bist, würde ich dich gerne wiedersehen.

    "würde" war durchgestrichen und mit "muss" überschrieben.


    Darunter stand eine Telefonnummer.


    Nachdem er sich frisch gemacht und die Zeche beglichen hatte, trat er mit gemischten Gefühlen in die frische Vormittagsluft hinaus. Der Schnee war größtenteils geschmolzen und so konnte er kaum noch Spuren ausmachen. Was sie wohl in "Mittelerde" arbeitete? Zum Austausch solcher Unwichtigkeiten waren sie gestern gar nicht erst gekommen. Natürlich war er etwas sauer, aber er konnte sie auch ein bisschen verstehen. Zumindest würde er sie in acht Wochen wieder treffen. Er wusste nicht mal wo sie her stammte. Die Mobilfunknummer lieferte keinen Anhaltspunkt. Aber Egal, für so was wie vergangene Nacht würde er liebend gerne quer durch die Republik fahren.


    Schon seltsam, dachte er beim Abstieg ins Tal. Ganz anders als in dem alten Song über Rikki war er es nun, der eine Telefonnummer erhalten hatte die er keinesfalls verlieren durfte.


    Das Lächeln kehrte zurück auf sein Gesicht und beschwingt sang er "Rikki don´t lose that number, you don´t have to call nobody else ..."

  • tja, das ist ja mal eine geschichte, also wirklich! vielleicht hat es mich auch berührt, weil ich selber sehr schöne erinnerungen habe, die sich mit dem erwähnten song verknüpfen, der, wenn ich das etwas beckmesserisch anmerken darf, nicht von 10cc stammt, sondern von steely dan. die haben ja auch noch andere unvergessliche songs hinterlassen, zum beispiel "do it again". in diesem sinne: do it again, lyc! und vielen dank! :)

  • Asche auf mein Haupt. Das ist mir jetzt mal richtig peinlich.

    Da habe ich doch Glatt Kevin Godley und Lol Creme mit

    Donald Fagen und Walter Becker verwechselt.

    Kommt ab und zu vor bei einem musikalischen "Fachidioten" wie mir.

    Danke für die Richtigstellung - muss ich demnächst überarbeiten.

    Schön dass es dir trotzdem gefallen hat.